Neuer Tatort-Dreh am Hafen-Kran
Prahl und Liefers am Haken

Münster -

Schrille Schreie, Tumult in schwindelnder Höhe: Rund um das Kran-Gelände am Mittelhafen fanden den ganzen Samstag über die Dreharbeiten zum neuen Münster-Tatort „Wunder von Wolbeck“ statt. Axel Prahl und Jan Josef Liefers plauderten in den Pausen aus dem Nähkästchen.

Montag, 07.05.2012, 05:05 Uhr

Neuer Tatort-Dreh am Hafen-Kran : Prahl und Liefers am Haken
Axel Prahl (l.) und Jan Josef Liefers beim Dreh. Foto: jvg

Eine Frau schreit voller Panik und so lautstark, dass die Spaziergänger am anderen Ufer erschreckt stehen bleiben. Kurz darauf fällt etwas von der obersten Etage des Krans am Mittelhafen hinab. In luftiger Höhe bewegen sich dort viele Menschen wuselnd und aufgeregt durcheinander. Plötzlich ruft jemand „Okay“, ein helles Licht geht aus. Spontan kehrt Ruhe ein – bei den Dreharbeiten zum neuen Tatort aus Münster . Rund um das Kran-Gelände am Mittelhafen fanden den ganzen Samstag über die Dreharbeiten zum „Wunder von Wolbeck “ statt.

Nach den Einstellungen hoch oben auf dem Kran krabbeln die Tatort-Stars erst mal die zahlreichen Leitersprossen wieder hinunter. Es ist bitter kalt und zudem sehr windig. Trotz des Fröstelwetters wirken die Schauspieler Axel Prahl und Jan Josef Liefers aber munter und vergnügt. „An einem einzigen Tag alle vier Jahreszeiten zu erleben, das passiert einem nur in Münster“, scherzt Liefers.

Kurz vor der letzten Etage kommen die bekannten Tatort-Stars zum Halten, denn nicht nur in seiner Rolle als Kommissar Frank Thiel ist Schauspieler Axel Prahl immer mal wieder für eine urkomische Einlage gut.

Als romantische Figur aus dem Film „Titanic“ posierte der bekannte Fernsehstar mit ausgebreiteten Armen auf der Reling des Hafenkrans. Schauspielkollege Jan Josef Liefers schlüpft sogleich wieder in seine Rolle des selbstgefälligen Rechtsmediziners Professor Karl-Friedrich Boerne und steht mit kritischem Blick und verschränkten Armen neben seinem TV-Kommissar. Zuviel vom „Wunder von Wolbeck“ will das TV-Duo noch nicht verraten. „Boerne muss tief in seiner Kiste graben und seine Kenntnisse der Veterinär-Medizin wieder hervorkramen“, deutet Liefers an. Diesmal ermittelt das Team im Mordfall eines Heilpraktikers im münsterischen Umland.

„In Münster habe ich schon viele Ecken erlebt“, erzählt Liefers. Eine Nobelkarosse ist natürlich auch wieder im Einsatz – ein schicker schwarzer Porsche. Manche Dinge gehören zum Tatort einfach dazu, genauso wie der Vorspann. Den wollte Schauspieler Til Schweiger zuletzt ändern und modernisieren. Davon hielt Kollege Prahl nicht sonderlich viel. „Der Vorspann ist Kult, der gehört dazu wie die Tüte Chips zum Fernsehen am Sonntagabend“, meint Prahl. Die besten Ideen für Neues hätte man ohnehin zu Hause bei einer Flasche Rotwein, meint der Schauspieler.

Die Dreharbeiten zum 22. Tatort laufen noch bis zum 22. Mai. Der Sendetermin ist für diesen Herbst geplant.

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