Sanierung im Preußen-Stadion
Neue Option: Bauherrenvertrag als Lösung?

Münster -

Im Streit um die Sanierung des Preußen-Stadions bahnt sich ein Kompromiss an. Der Fußballverein soll städtisches Geld erhalten, aber selbst als Bauherr auftreten und so die Finanzierung der Stadionheizung möglicherweise schultern.

Dienstag, 08.05.2012, 08:05 Uhr

Ende gut, alles gut? Nach dem wochenlangen Tauziehen über die geplante Rasenheizung im Preußen-Stadion zeichnet sich ein parteiübergreifender Kompromiss ab, der möglicherweise in der kommenden Ratssitzung am Mittwoch Früchte tragen könnte.

Im Mittelpunkt steht ein SPD-Antrag und das Wort „ Bauherrenvertrag “. Das Konzept sieht nach Worten des SPD-Fraktionschefs Holger Wigger vor, dass die Stadt Münster – wie geplant - in den kommenden Jahren drei mal 300 000 Euro in die Stadionsanierung investiert. Die Eckpunkte: Rasensanierung, Toilettenanlage und Brandschutz.

Zugleich erhält der SC Preußen aber die Möglichkeit, die Investitionen in eigener Regie zu tätigen. Bei geschickter Auftragsabwicklung, so die Hoffnung der Politik, könnte Geld übrig bleiben für die vom SC Preußen favorisierten Vorinstallationen für eine Rasenheizung. Um diese Vorinstallationen gibt es seit Monaten Zoff, weil speziell FDP und Grüne davon ausgehen, dass die Stadt als Stadioneigentümerin für Sanierungen zuständig sei, nicht aber für eine Rasenheizung, die der Deutsche Fußballbund (DFB) den Profi-Clubs in der Zweiten Bundesliga zur Auflage macht.

Der Charme der Lösung besteht laut Wigger darin, dass „die Preußen flexibler vorgehen können“. Der Nachteil: Da die 900 000 Euro in drei Jahrestranchen ausgezahlt werden, der SC Preußen aber einen erheblichen Teil des Geldes bereits in diesem Jahr investieren möchte, müsste der Club für die Vorfinanzierung sorgen.

Das neue Konzept, über das nach Informationen unserer Zeitung bereits vor einigen Wochen diskutiert wurde, wird dem Vernehmen nach von den Vorständen der Ratsfraktionen – CDU, SPD , FDP, Grüne und Linke – mitgetragen.

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