Statistik für Münsters Stadtteile
Ein Fünftel der Münsteraner hat Migrationsgeschichte

Münster - Von 296.440 Münsteranerinnen und Münsteranern haben 61.539 eine Migrationsgeschichte. Das entspricht einem Fünftel (20,8 Prozent), wie aus einer am Montag veröffentlichten Statistik des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster für das vergangene Jahr hervorgeht.

Montag, 07.05.2012, 14:05 Uhr

Statistik für Münsters Stadtteile : Ein Fünftel der Münsteraner hat Migrationsgeschichte
Die hier geborenen 10.497 Kinder von Ausländern, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heimatvertriebenen und anderen Eingebürgerten machten zudem 17,1 Prozent der Münsteraner mit Migrationsvorgeschichte aus. Foto: Fabry

Von den 61.539 Menschen mit Migrationsvorgeschichte in Münster sind 22.343 Ausländer (36,3 Prozent), also Personen, die eine fremde Staatsbürgerschaft haben, staatenlos sind oder deren Staatsangehörigkeit nicht geklärt ist.

Zu der Gruppe der 61.539 Menschen mit Migrationsvorgeschichte gehören außerdem 12.395 Aussiedler beziehungsweise Spätaussiedler (20,1 Prozent). Sie besitzen ebenso wie die 10.662 Eingebürgerten (17,3 Prozent) die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die hier geborenen 10.497 Kinder von Ausländern, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heimatvertriebenen und anderen Eingebürgerten machten zudem 17,1 Prozent der Münsteraner mit Migrationsvorgeschichte aus.

Wie die Statistik zeigt, verjüngen die Einwohner mit Migrationsgeschichte Münster. Während der Altersdurchschnitt der Wohnberechtigten Bevölkerung mit Migrationsvorgeschichte bei 37,1 Jahren liegt, sind Menschen "ohne erkennbare Migrationsvorgeschichte" durchschnittlich vier Jahre älter. Besonders viele Menschen mit Migrationshintergrund finden sich in der Altersklasse zwischen 20 und 29 Jahren.

Diese statistischen Daten sind nach Auskunft der Stadtverwaltung Grundlage für die Stadtteilentwicklung und die bedarfsgerechte Planung zum Beispiel von Einrichtungen für Kinder und Familien, für Schulen oder Geschäfte.

Wie viele Migranten dem Islam angehören, lässt sich den Erhebungen der Stadt Münster nicht entnehmen. "Denn: Im Melderegister werden nicht alle Religionsgemeinschaften abgebildet", sagt Stadtsprecher Joachim Schiek . 19.777 der Zuwanderer sind demnach römisch-katholisch, 9694 evangelisch. 30.010 allerdings gaben an, keiner Religion beziehungsweise keiner öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft anzugehören oder gemeinschaftslos zu sein. "Wie viele davon sich zum Islam oder einer anderen im Melderegister nicht als 'öffentlich-rechtliche Gemeinschaft' klassifizierten Religion beziehungsweise  Religionsgemeinschaft bekennen, sich als Agnostiker, Atheisten oder was auch immer verstehen - wir wissen es nicht", so Schiek.

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