Wanderhilfe
Hecht und Zander können über Fischtreppe wieder in den Aasee schwimmen

Münster -

Im Sommer wird die Fischtreppe an der Badestraße in Betrieb genommen. Dann können Hecht und Zander wieder in den Aasee schwimmen.

Mittwoch, 23.05.2012, 14:05 Uhr

Fischtreppe
Das Wehr ist dank der neuen Fischtreppe kein Hindernis mehr. Durch diese Betonbecken können Fische und Mikroorganismen wieder in den Aasee schwimmen. Foto: Matthias Ahlke

Knapp 90 Jahre waren die beiden Ökosysteme getrennt. Die Wartezeit ist bald beendet. Im Sommer soll die Fischtreppe an der Badestraße fertiggestellt werden. Damit können Fische und Mikroorganismen wieder zwischen Aa und Aasee hin- und herschwimmen.

Im vergangenen Herbst waren die umfangreichen Arbeiten in Angriff genommen worden. Bis auf einige Restarbeiten ist das Projekt in unmittelbarer Nähe zum Stadtbad Mitte abgeschlossen. „Die wesentlichen Arbeiten sind fertig“, so Ludger Reloe vom Tiefbauamt. Einige Pflanzarbeiten, dann noch die Straße wieder herrichten, die unter den monatelangen Bauarbeiten gelitten hat. Das war´s.

Es war eine anspruchsvolle Baustelle, betont Reloe. Womit er vor allem den Aufwand anspielt. Damit ein direkt an der Aa gelegenes Haus und Böschungen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, mussten erhebliche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden. Spundwände kamen nicht infrage. Die Erschütterungen wären zu groß gewesen. Deshalb wurden in einem speziellen Verfahren 36 neuneinhalb Meter lange Betonpfähle in den Boden gedreht und anschließend mit Beton verfüllt.

Umso mehr freut sich Ludger Reloe, dass man den Kostenrahmen einhalten konnte. 350 000 Euro wurden für den Bau der Fischtreppe veranschlagt. Dabei wird es auch bleiben, versichert Reloe. 80 Prozent der Kosten trägt das Land über sein Förderprogramm „Lebendiges Wasser“. Den Rest übernimmt die Stadt.

Die Fischtreppe an der Badestraße gehört zu einem umfangreichen Maßnahmenkatalog, um die biologische und chemische Qualität sowie die Struktur von Fließgewässern und Grundwasser zu verbessern. Ein europaweites Vorhaben. Neben dem Fischaufstieg am Hallenbad Mitte wird zurzeit eine ähnliche Anlage an der Havichhorster Mühle gebaut. Damit ist es aber noch nicht getan. Mittel- bzw. langfristig sollen auch die Innenstadtwehre verschwinden. Zudem geht es – zumindest teilweise – den massiven Sohlen- und Uferbefestigungen aus Beton an den Kragen.

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