78-Jähriger konnte Tiere nicht mehr versorgen
Peta und Veterinäramt greifen bei Landwirt in Münster ein

Münster-Wolbeck - Pferde hinter Stacheldraht, gehalten auf engem Raum, ausgebrochene Hufe – dieser Anblick ließ Tierfreunde nicht ruhen. Sie informierten zusammen mit der Tierschutzorganisation Peta das städtische Veterinäramt, das jetzt erste Schritte gegen den Halter der Tiere einleitete.

Donnerstag, 21.06.2012, 15:06 Uhr

78-Jähriger konnte Tiere nicht mehr versorgen : Peta und Veterinäramt greifen bei Landwirt in Münster ein
Die Hufe von elf Pferden waren bereits stark verwachsen, so dass ein Hufschmied herbeigerufen werden musste. Foto: Peta

Die gravierendsten Mängel sind nach Auskunft von Dr. Giovanni Serra , stellvertretender Leiter der Behörde, mittlerweile abgestellt. Peta warf dem Wolbecker Landwirt in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung eine Verwahrlosung seiner Tiere vor. Ponys mit langen, ausgebrochenen Hufen, abgemagerte, teilweise kranke Tiere, denen „selbst eine Grundversorgung wie Nahrung und Wasser vorenthalten wurde“ – die Vorwürfe der Tierschutzorganisation sind schwerwiegend. Nach einer Erkrankung des Tierhalters habe sich die Lage für die Tiere weiter verschlechtert, so Peta.

Ein Hufschmied hat sich mittlerweile auf Veranlassung des Veterinäramtes der insgesamt elf Pferde angenommen. In der nächsten Woche wird er sich ein weiteres Mal auf den Weg nach Wolbeck machen. Dies war das drängendste Problem, so Dr. Giovanni Serra, der Pferden, Geflügel und Kaninchen nach an einem unangemeldeten Kontrollbesuch einen „guten Ernährungszustand“ bescheinigte. Die frei laufenden Katzen seien zwar „schlank“, es sei allerdings frei zugängliches Futter vorhanden gewesen. Gegen den 78 Jahre alten Landwirt wurde eine Ordnungsverfügung erlassen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/940575?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F1044092%2F
Nachrichten-Ticker