Breite Aufgänge und neue Rolltreppen
Fahrgastverband lobt Bahnhofsumbau

Münster -

„Es geht voran.“ Dieses Fazit zog Ralf Ueckermann, Beisitzer im Vorstand des Fahrgastverbandes Pro Bahn Münsterland. Der hauptberufliche Verkehrsplaner informierte im Umwelthaus über die Entwicklung des Umbaus des Hauptbahnhofs Münster.

Montag, 18.06.2012, 10:06 Uhr

Breite Aufgänge und neue Rolltreppen : Fahrgastverband lobt Bahnhofsumbau
Der Hauptbahnhof in Münster. Bis Ende 2013 werden zunächst die Bahnsteige modernisiert. Danach wird das Bahnhofsgebäude wieder flott gemacht. Foto: pesa

Der Bahn machte Ueckermann ein dickes Kompliment, da sie den Bahnhof Münster „luxuriös“ mit breiten Treppen, Aufzügen und neuen Rolltreppen ausstattet. Im Vergleich mit der Stadt Essen erläuterte er sein Lob. Denn die Kulturhauptstadt 2010 habe ihrem Bahnhof nur eine „schlechte Sanierung“ gegönnt, mit Treppen „so schmal wie kleine Bodenleitern“.

Der seit 2009 modernisierte Hauptbahnhof Münster sei im Rohbau zu 75 Prozent fertig. Der Haupttunnel ist so vergrößert worden, dass zur Not auch ein Rettungswagen hineinfahren könnte. Die ersten drei Bahnsteige (Gleis 4, 8,14 bis 17) sind bereits fertig. Der Umbau eines Gleises dauert drei Monate. Jetzt wird an den Fernverkehrsgleisen 9 und 12 gearbeitet.

An den Gleisen 2 und 3 werden gerade die Rolltreppen eingebaut. Wegen des schmalen Bahnsteiges sind diese schmaler, als die übrigen Rolltreppen. Die neuen Rolltreppen hat auch ein Zuhörer bereits wahrgenommen. „Ich dachte bei der Ankunft im Bahnhof Münster, jetzt bist du auch in einer größeren Stadt gelandet.“ Ueckermann stellte auch die Glaseinfassung auf dem Dach vor, die gegen Starkregen schützt und an das historische Ursprungsgebäude des Bahnhofs erinnert.

Der Verkehrsplaner erläuterte, warum erst die Verkehrsstation modernisiert wird. „Mit dem Umbau des Bahnhofsgebäudes will die Deutsche Bahn noch einmal extra Geld verdienen. Sobald alle Ladenmieter klar sind, kommt der Umbau.“ Da ginge es auch um lukrative Ladenmieten, die auf Höhe der Mieten am Prinzipalmarkt oder in der Salzstraße lägen. Aber auch um Geld seitens der Stadt Münster, da der Bahnhof eine wichtige Visitenkarte darstelle.

Der Hauptbahnhof Münster erfreue sich, so Ueckermann, einer überproportionalen Nachfrage. Der Bahnhof sei fast rund um die Uhr sehr stark frequentiert und mit Bahnhöfen in Bonn oder Freiburg vergleichbar.

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