Exotisch, bunt und rhythmisch
Afrikanischer Markt lockt Tausende Besucher / Viele Highlights bei Trommelklängen

Münster -

Es roch nach Orangenblüten, Minze und Jasmin. Die Kleidung war kunterbunt oder in sehr erdigen Farben. Die Musik urwüchsig, sofort in die Beine gehend. Die Rede ist vom großen Afrikanischen Markt im Rahmen des zwölften Afrika-Festivals im Rathausinnenhof. Am Samstag zog er Tausende Menschen an, am Sonntag kämpfte er gegen den Regen.

Montag, 25.06.2012, 17:06 Uhr

Exotisch, bunt und rhythmisch : Afrikanischer Markt lockt Tausende Besucher / Viele Highlights bei Trommelklängen
Höhepunkt des Afrika-Marktes war Publikumsliebling und Guinness-Buch-der-Rekorde-Preisträger Egg-Man Gregory da Silva. Foto: pesa

Lisa Rosemann von der Kunstakademie Münster stöberte mit Freundin Amelie Sieveking , Referentin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit, am Stand von Omar Seck aus dem Senegal. Zu dritt feilschten sie um den Preis einer Baumwollhose, nachdem sie am Stand nebenan schon eine weinrote Tasche erstanden hatten. Publikumsliebling war Guinness-Buch-der-Rekorde-Preisträger EggMan Gregory da Silva. 2011 bekam er die Auszeichnung, weil er 642 rohe Eier auf seinem Kopf tragen kann und dabei fröhlich singt und tanzt wie mit einem ganz normalen Hut. Sein üppiger und bunter Kopfschmuck wog auch in Münster rund 25 Kilogramm und am Körper hingen allerlei afrikanische Kunstgegenstände – ein wahrer Hingucker.

Die Trommelgruppe „Sankofa“ aus Ghana drückte mit ihren traditionellen und modernen Rhythmen tänzerisch viele Stimmungen aus, vom Jagdritual und Gebet bis zu Trauer und Freude. Die Formation „Afrosession“ lieferte Reggae ab, und die Jugendlichen von „Fly Boys Ms-City“ rappten mit Elan gegen den Sonntagsregen. Das Ehepaar Elke und Heiner Brentz gönnte sich zwischen den zahlreichen Ständen mit Silberschmuck und Kunsthandwerk kulinarische Stärkungen: vom Kichererbsenpüree, Couscous mit Gemüseragout bis zum Joghurt mit Kokos, Rosinen und Hirse. Afrikanische Steckstühle und Ashantistühle probierte Karin Kors aus Lippstadt aus. Leider waren ihre Beine zu lang. Kinder wie Björn und Elli Wrange hatten ihren Spaß beim Workshop „Sticker machen und T-Shirts bedrucken“. Viele Besucher des Afrikanischen Marktes lobten die kulturelle Vielfalt und die heimelige Atmosphäre – so auch Informatiker Bernd Färber aus Hiltrup: „Ich war zum ersten Mal hier und bin gleich mehrere Stunden geblieben.“

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