Sanierung Preußen-Spielfeld
Alte Töpfe unterm Rasen

Münster -

Der SC Preußen lässt ab Montag das Spielfeld sanieren. Die Arbeiten müssen Ende Juli abgeschlossen sein, passend zum 2. Spieltag in der 3. Liga. Vorbereitende Arbeiten hat der Kampfmittelräumdienst unter der Rasenfläche geleistet. Bomben wurden nicht gefunden, dafür aber jede Menge alter Metallgefäße.

Samstag, 09.06.2012, 00:06 Uhr

Sanierung Preußen-Spielfeld : Alte Töpfe unterm Rasen
Altlasten hat der Kampfmittelräumdienst bei seinen Sondierungsarbeiten nicht gefunden, dafür aber alte Tonnen, Töpfe und andere Gefäße. Foto: Oliver Werner

Jetzt endlich geht es dem Rasen im Preußenstadion endgültig an den Kragen. Am Freitag begann die Firma Stratiebo mit der Einrichtung einer sogenannten Baustraße über den Ascheplatz hin zum Marathontor. Am Montag nun beginnen die Arbeiten am Spielfeld . „Der Vertrag ist abgeschlossen und unterzeichnet. Die Arbeiten fangen an“, erklärte Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis. Und stellte klar: „Die Fertigstellung ist auf den 27. Juli terminiert.“ Das wäre ein Tag vor dem 2. Spieltag in der 3. Liga, an dem die Preußen Heimrecht genießen werden.

Maßarbeit ist gefordert. Zunächst machte der Kampfmittelräumdienst seinen Job, Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg gab es keine. 17 Löcher wurden gegraben, um auf Nummer sicher zu gehen. Auch Altlasten wurde nicht aufgespürt, dafür aber alte Töpfe und alte Flaschen. Offenbar wurde in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, bevor das Preußenstadion gebaut wurde, der Platz als Hausmüllstelle individuell genutzt.

Die Bodenbeschaffenheit jedenfalls ist nach einigen Labortests als unbedenklich eingestuft worden. Ähnlich wie beim Bau der Tribüne wurden keine Altlasten gefunden, die eine teure Entsorgung nach sich ziehen würden. In diesem Fall hätte die Stadt die Kosten tragen müssen.

So aber geht es mit der Spielfelderneuerung los. Stratiebo wird der Hauptakteur der Sanierung sein. Subunternehmen müssen dann die Vorrichtung für die Rasenheizung sowie die Bewässerungsanlage erstellen. Der Zeitdruck ist dabei nicht ohne. Die Preußen haben bereits beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragt, dass der Fußball-Drittligist am ersten Spieltag der neuen Saison (20. bis 22. Juli) kein Heimspiel austragen möchte. Damit gewinnt man für das Bauvorhaben eine weitere Woche Zeit.

Der SCP geht bei der Instandsetzung des Spielfeldes in Vorleistung. Von der Stadt Münster sind bis 2014 jährlich jeweils 300 000 Euro für Sanierungsarbeiten im Stadion bewilligt. Die Rechnungen werden aber vorher beglichen werden, wenn das Spielfeld fertiggestellt sein wird.

Zudem werden die Preußen-Anhänger nicht wie in den Vorjahren eine Saisoneröffnung erleben, das ist den Bauarbeiten geschuldet. Wer den SCP der Saison 2012/13 kennenlernen möchte, der muss zum Beispiel nach Alstätte reisen – dort trifft der SCP am 14. Juli auf den Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach.

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