Titus Dittmann in der Hauptrolle
Streifen lag lange in der Schublade

Münster -

Zwei Jahre lang lag das Buch für den Film in der Schublade, dann traute sich Titus Dittmann, sein Leben auf vier Rollen zu verfilmen. „Brett vorm Kopp“ feierte im Cineplex Weltpremiere.

Mittwoch, 20.06.2012, 20:06 Uhr

Uni-Rektorin Prof. Ursula Nelles schmetterte die Motivwünsche ab, bevor die Fotografen sie überhaupt äußern konnten: „Ich werde nicht auf dieses Brett springen. Ich habe noch nie darauf gestanden und werde auch in Zukunft nicht darauf stehen.“ Mit Brett meinte sie das vor ihr liegende Skateboard. Und das ist immerhin – zusammen mit Titus Dittmann – Hauptakteur des Kino-Films „Brett vorm Kopp“, der Mittwochabend im Cineplex Weltpremiere feierte. Der münsterische Skateboard-Pionier, dessen Leben auf vier Rollen in dem 90-minütigen Streifen nachgezeichnet wird, nahm der Rektorin die Absage, nicht aufs Brett zu steigen, nicht übel. Wichtiger sei Authentizität.

Zwei Jahre lag der Streifen bei Titus Dittmann in der Schublade . „Ich hab‘ mich einfach nicht getraut, den Film an die Öffentlichkeit zu bringen.“ Eine Testvorführung im kleinen Kreis und die positive Resonanz darauf gaben schließlich den Ausschlag, ihn doch rauszubringen. Realisiert wurde der Film von der Berliner Filmemacherin Monica Nancy Wick, die übrigens in Münster studiert hat, und dem Regisseur Ali Eckert. Herausgekommen ist eine rasante Filmbiografie mit Interviews, historischen Filmsequenzen und aktuellem Material – das alles schnell geschnitten und mit viel Musik unterlegt. Der Soundtrack wurde von der Berliner Band „The Pushbars“ komponiert.

Dass Uni-Rektorin Nelles zur Weltpremiere von Titus Dittmanns Filmbiografie eingeladen hatte, war nicht nur ihrer gemeinsamen Zeit als Elternvertreter geschuldet. Vielmehr dem Umstand, dass der 63-Jährige seit zwei Semestern als Dozent am Sportwissenschaftlichen Institut der Uni Münster angehende Sportlehrer „die sinn- und identitätsstiftende Kraft des Skateboardings“ vermittelt. Zudem unterstützt die Universität ein Projekt von Dittmann, an der Uni im afghanischen Herat ebenfalls ein Sportwissenschaftliches Institut mit integriertem Skateboard-Angebot aufzubauen.

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