Am Ende siegen Frische, Klarheit und Authentizität
Kreissynode wählt Meike Friedrich (43) zur Superintendentin

Münster -

Am Ende ging es ganz schnell. Gegen 10.15 Uhr erhoben sich die Synodalen am Mittwoch in der Erlöserkirche in Münster von ihren Plätzen und applaudierten der klaren Siegerin: Schon im ersten Wahlgang hatte sich die sympathische Pfarrerin Meike Friedrich (43) aus Dortmund-Berghofen gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Friedrich erntete 69 Stimmen, auf Jan van Campenhausen (52), den geschäftsführenden Leiter im Projektbüro Reformprozess des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), entfielen 20 Stimmen, Ernst-Eduard Lambeck (52), Pfarrer der Evangelischen Petrikirchengemeinde in Bielefeld, erhielt sechs Stimmen.

Mittwoch, 20.06.2012, 18:06 Uhr

„Wir brauchen lebensfähige Keimzellen in den Gemeinden, aus denen das Glaubensleben neu sprießen kann“, gab Meike Friedrich eine erste Stoßrichtung für ihre Arbeit vor. Auf ihrer Agenda stehen zunächst viele Gemeindebesuche: „Ich will vor allem hören, was die Gläubigen bewegt.“

Münsters erste Superintendentin

Meike Friedrich (43) stammt aus Ratingen, wo sie 1968 als erstes von vier Kindern geboren wurde. Die Eltern waren beruflich viel unterwegs. Ihre Jugendzeit verbrachte Meike Friedrich in Ahlen. Nach dem Abitur 1987 und einem Freiwilligen Sozialen Jahr studierte sie Theologie in Kiel, Göttingen und in Münster. Das Vikariat absolvierte sie von 1996 bis 1998 in Fröndenberg. 1998 bis 2000 war sie Pfarrerin im Entsendungsdienst in Ahlen und Religionslehrerin. Seit 2001 ist Meike Friedrich Pfarrerin in Dortmund-Berghofen. Sie besuchte Fortbildungskurse für kirchliche Leitungsaufgaben und arbeitete seit 2003 unter anderem als Scriba (Schriftführerin) des Kirchenkreises Dortmund-Süd.

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Als einer der ersten Gratulanten deutete Superintendent Dr. Dieter Beese (56) das klare Ergebnis: „Präsenz, Vitalität und Klarheit “ der Dortmunderin seien bei den Synodalen gut angekommen. „Die breite Mehrheit in der Synode ist ein guter Ausgangspunkt für die künftige Arbeit“, unterstrich Beese.

Er wird sich künftig wieder seinen wissenschaftlichen Wurzeln als Hochschullehrer in Bochum widmen.

Dieter Schönfelder, Vorsitzender des Nominierungsausschusses des Evangelischen Kirchenkreises, sah sich in der Auswahl der Kandidaten bestätigt. Zehn qualitätvolle Bewerbungen waren in Münster eingetrudelt. Die besten drei kamen ins Finale, die überzeugendste Kandidatin setzte sich durch.

Die Amtseinführung der neuen Superintendentin findet am 5. Oktober um 15 Uhr in der Apostelkirche statt. Gleichzeitig wird Dr. Dieter Beese verabschiedet.

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