NRW-Landesregierung favorisiert die „Kulturlandschaft Ruhrgebiet“
Prinzipalmarkt nicht auf der Liste für das Weltkulturerbe

Münster -

Die Bewerbung der Stadt Münster, den Prinzipalmarkt für das Weltkulturerbe anzumelden, ist gescheitert.

Sonntag, 01.07.2012, 12:07 Uhr

NRW-Landesregierung favorisiert die „Kulturlandschaft Ruhrgebiet“ : Prinzipalmarkt nicht auf der Liste für das Weltkulturerbe
Der Prinzipalmarkt wird vorerst kein Weltkulturerbe. Foto: Matthias Ahlke

Der Hinweis kommt von der fünf-köpfige Jury direkt: Die Stadt Münster solle doch versuchen, die Thematik „Europäischer Wiederaufbau“ weiter zu verfolgen und für den Prinzipalmarkt , besser noch für die ganze münsterische Altstadt das „Europäische Kulturerbe-Siegel“ anstreben.

Damit ist aber auch klar: Weltkulturerbe wird der Prinzipalmarkt vorerst nicht. Auf jeden Fall hat das Düsseldorfer Bauministerium den Prinzipalmarkt nicht für Vorschlagsliste zum Weltkulturerbe weitergereicht.

Dort landete für NRW nur die „ Kulturlandschaft Ruhrgebiet“. Hierbei handelt es sich praktisch um die Erweiterung der Zeche Zollverein in Essen, die bereits zum Weltkulturerbe gehört. Das Ruhrgebiet, so der neue Bauminster Michael Groschek, sei das „Abbild der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung einer industriell geprägten Region“. Deshalb habe sich die Landesregierung bei ihrem Vorschlag hierauf konzentriert.

Zum Hintergrund: Derzeit sammelt die Bundesregierung die Vorschläge der Länder, um diese bei der Unesco einzureichen. Auf der Weltkulturerbe-Liste stehen bereits unter anderem der Kölner und der Aachener Dom.

Zu den Verlierern des Wettbewerbs gehören neben dem Prinzipalmarkt auch zum Beispiel der Stadtkern von Kaiserswerth, Schloss Benrath, die Radiosternwarte auf dem Stockert oder der „Erinnerungsort“ Neander­thal.

Im Mittelpunkt der münsterischen Bewerbung hatte die städtebauliche Besonderheit des nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebauten Prinzipalmarktes gestanden. Auch die Jury lobt das historische Konzept, „das sich stark am historischen Vorbild orientiert, ohne eine bloße Rekonstruktion anzustreben“.

Zum einem früheren Zeitpunkt hatte Münster vergeblich versucht, das Rathaus für Liste zum Weltkulturerbe anzumelden.

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