Tierisches Event: „Nacht im Zoo“
Feuer und Eisbomben zum Pulen

Münster -

Der Allwetterzoo einmal ganz anders: Mit einem Nachtprogramm lockten die Veranstalter die Massen

Sonntag, 01.07.2012, 20:07 Uhr

Tierisches Event: „Nacht im Zoo“ : Feuer und Eisbomben zum Pulen
Feuer im Zoo – der Cirque Bouffon sorgte für Aufregung. Foto: anh

Wenn die Krauskopfpelikane den Schnabel unter die Flügel schieben, beginnt im Allwetterzoo die Schlafenszeit. Am Samstagabend mussten die Tiere länger wach bleiben: „Nachts im Zoo“ bot künstlerische Events und besondere Einblicke in das Zoo-Leben.

Auf ganz unterschiedliche Weise kamen die Besucher dem Leben der Tiere näher. Im Elefanten-Haus konnten sie flanieren, wo sonst die Dickhäuter stehen. Zwischen Felsen und massiven Gittern. Andere legten mit Löffeln ausgestattet Eisbären-Futter aus einem Eisblock frei, ziemlich groß und hartnäckig. „Eisbomben-Pulen“ ist Arbeit für eine ganze Familie.

Staunen konnten die vielen Besucher bei den elf Pferde-Nummern in der Arena des Pferde-Museums. Von zwei Dudelsack-Pfeiferinnen begleitet ritt ein Tinker ein – die Rasse wurde für Aufgaben gezüchtet, bei denen Nervenstärke gefragt ist.

Aus Spanien kam die Pas de-deux-Nummer, bei der zwischen den zwei Pferden ein Mensch tanzt. Und Shetland-Pony Alfons zeigte, dass auch kleine Pferde steigen können, und rollte einen Teppich aus. Über 15 Meter lang war die „Schlange“ der Zweibeiner, die gern für einen Moment einen ausgewachsene Königspython berühren wollten.

Überall auf dem Gelände machten die Besucher Bekanntschaft mit freundlichen Piraten und anderen fantasievollen Gestalten, Kreaturen von Romy Dircks aus Münster und des Cirque Bouffon. Sie sprachen die Menschen an, sangen und musizierten. Nahe der Kamele spielte Elfe  Johanna Kölle norwegisch-elfisches von Edvard Grieg auf der Geige inmitten von Rosen und Kerzen. Für die ganz jungen Interessierten hatte die Pädagogin sogar eine kleine Geige dabei. Mit „Kleopatra“ konnten Kinder sich in ihrer Trage in die Luft stemmen lassen. Bis die Träger „meuterten“.

Am Landois-Platz gab es zum Finale noch Tanz und Feuerwirbel. Auch danach, kurz vor Mitternacht, blieben viele noch gern.

Ralf Klimaschewski und sein Sohn Bernd aus Dülmen, beide zum ersten Mal dabei, schätzten sehr, dass die Pfleger etwas zu den Tieren erzählten, etwa zum kleinen Armadillo. „Mal was ganz anderes!“ Der Dreizehnjährige  fand auch die Shows toll, die überall im Allwetterzoo stattfanden.  In den Zoo gingen sie sonst nicht so oft, eigentlich nur bei Klassenfahrten. Zu diesem Anlass würden sie gern beide wiederkommen. Es habe aber eher wenig Werbung dafür gegeben, meint der Vater.

Sehr angetan von dem Kultur-Event mit tierischem Ambiente waren auch drei junge Damen aus Münster. Ihnen hatte es das Füttern der Kamele angetan. Auch sie wollen wiederkommen, wenn es wieder heißt: „Nachts im Zoo“.

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