Umbenennungsdebatte
Professoren wehren sich gegen Hindenburgplatz

Münster -

Dieser Vorgang gibt dem Namensstreit – Hindenburgplatz oder Schlossplatz? – eine ganz neue Dynamik. 18 Professoren des Historischen Seminars sowie die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Studierenden im Vorstand des Seminars haben sich in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme für die Beibehaltung des Namens „Schlossplatz“ ausgesprochen. Mit Blick auf den am 16. September terminierten Bürgerentscheid warnen sie davor, hinter den „Konsens der geschichtswissenschaftlichen Forschung“ zurückzufallen.

Donnerstag, 19.07.2012, 06:07 Uhr

Einigkeit herrsche bei den Experten in der Einschätzung, dass Hindenburg spätestens seit 1930 „gegen die erste Demokratie in Deutschland “ gearbeitet habe. In der Stellungnahme heißt es: „Wer für mehr Bürgerbeteiligung und Formen der direkten Demokratie eintreten will, sollte sich dafür nicht an den Antidemokraten Hindenburg klammern.“ Mit ihrer Stellungnahme schalten sich zum ersten Mal die amtierenden Lehrenden der Universität Münster in den Namensstreit direkt ein. Eine Bürgerinitiative hatte mehr als 15 000 Unterschriften für eine Rückumbenennung des Schlossplatzes in Hindenburgplatz gesammelt.  

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