Anwohner gründen Bürgerinitiative
Der Schützenhof-Bunker soll bleiben

Münster -

Mit über 130 Bewohnerinnen und Bewohnern hatten die Initiatoren der Interessengemeinschaft schon sehr viel Zustimmung im Geistviertel gefunden. Am Mittwoch nun gründeten über 30 von ihnen formell die „Bürgerinitiative Schützenhofbunker“ und wählten ein dreiköpfiges Sprechergremium. Die Initiative fordert, auf den Abriss des Bunkers zu verzichten.

Dienstag, 14.08.2012, 15:08 Uhr

Anwohner gründen Bürgerinitiative  : Der Schützenhof-Bunker soll bleiben
Egon Kuhl, Winfried Welter, Matthias Bruns (v.r.) haben eine Bürgerinitiative zum Erhalt des Schützenhofbunkers gegründet. Foto: Bettina Goczol

„Der Bunker ist ein Teil meiner eigenen Kindheit und Jugend“, so eine ältere Anwohnerin. Andere sagen, der Bunker sei für ihre Kinder ein ständiges Mahnmal, sich für Frieden einzusetzen und sein täglicher Anblick viel wirkungsvoller als bunte Bilder in Geschichtsbüchern.

Motive sind ernst zu nehmen

„Viele Nachbarn haben schlicht Angst vor den monatelangen Belastungen und zu befürchtenden Schäden bei einem Abriss“, so der Finanzbeauftragte Egon Kuhl . Nirgendwo gebe es bisher Beispiele dafür, dass in eng bebauten Wohngebieten ein Bunkerabriss problemlos gewesen sei. Er weist auf die Homepage der Bürgerinitiative „bunkerabriss-muenster.de“ hin. „Deshalb sind auch diese Motive für einen Erhalt des Bunkers ernst zu nehmen“, meint Winfried Welter , der zum Vorsitzenden des Sprechergremiums gewählt wurde.

Rechtliche Schritte sollen geprüft werden

„Sowohl ältere Menschen als auch Kinder werden erfahrungsgemäß weit über das erträgliche Maß hinaus belastet. Wer will eigentlich die Verantwortung für gesundheitliche Probleme, für Nervenbelastungen, Angstzustände oder gar Depressionen übernehmen, wenn hier monatelang gesprengt, gebohrt, gehämmert und gebaggert wird?“ Die Bürgerinitiative will sich daher bei der Stadt und dem Landschaftsverband für eine Eintragung des Bunkers in die Denkmalliste einsetzen.

Rechtliche Schritte gegen eine Abrissgenehmigung sollen geprüft werden. Matthias Bruns, der zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde, ist sich sicher, „nur der Erhalt des Bunkers kann das Geistviertel vor lang dauernden und sogar bleibenden Schäden bewahren.“

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