PCB im Pascal-Gymnasium
Schadstoff soll ein für allemal weichen

Münster -

Die Konzentration ist nur noch gering, aber der Schadstoff PCB hat im Pascal-Gymnasium nichts zu suchen, findet die Stadt. Deshalb wird das Gebäude nun bis 2018 alljährlich in den Sommerferien schrittweise durchsaniert.

Mittwoch, 15.08.2012, 07:08 Uhr

PCB im Pascal-Gymnasium : Schadstoff soll ein für allemal weichen
Im Pascal-Gymnasium läuft derzeit der erste Abschnitt einer umfassenden PCB-Sanierung. Foto: Oliver Werner

Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind sehr langlebige Gifte. Dementsprechend sind PCB für das Pascal-Gymnasium ein Dauerthema. Mitte der 90er Jahre erstmals in den Fugen der schadhaften Außenfassade entdeckt, ist der Schadstoff nach einer umfassenden Sanierung im Jahr 1999 zwar nur noch in sehr geringer Konzentration vorhanden, aber immer noch nicht vollständig verschwunden.

Sanierung des Gebäudes

Deswegen rückt das städtische Immobilienmanagement dem Thema PCB im Pascal jetzt endgültig und mit großer Gründlichkeit zu Leibe. In diesen Sommerferien wird ein Teil des Gebäudes saniert – Auftakt einer Marathon-Aktion, die erst im Jahr 2018 abgeschlossen sein wird, wie Georg Mümken vom Amt für Gebäudemanagement sagt.

In den meisten Räumen des Pascalgymnasiums seien PCB-Konzentrationen unter dem Zielwert einer Sanierung erreicht. Der liegt bei 300 Nanogramm PCB pro Kubikmeter Luft. Bei mehr als 3000 Nanogramm sind Sanierungsmaßnahmen vorgeschrieben.

PCB-Werte sind noch nicht niedrig genug

Das PCB, das seit den 80er Jahren nicht mehr in Baumaterialien verwendet werden darf, befand sich beim Pascal-Gymnasium ursprünglich in den Fugen der Außenfassade. Von dort hat sich der Schadstoff aber in den Innenbereich ausgebreitet. Im Putz, in den Decken und im Fußboden habe sich das PCB in geringem Umfang angereichert, erklärt Georg Mümken. Seit der umfassenden PCB-Sanierung im Schulgebäude im Jahr 1999 habe die Stadt fast jährlich die Konzentrationen gemessen und dabei stellenweise noch Werte im Bereich bis zu etwa 400 Nanogramm PCB gemessen.

Im vergangen Jahr führte die Stadt eine Probesanierung in einem Bereich des Gymnasiums durch, um festzustellen, wie sich der Schadstoff, der im Verdacht steht krebserregend zu wirken, ganz vertreiben lässt. Nun wird in sieben Bauabschnitten bis 2018 jeweils für rund 200 000 bis 300 000 Euro das Gebäude durchsaniert: Die Deckenverkleidung und die Fußböden werden ersetzt, der Putz an den Wänden abgetragen und erneuert.

„Die Sanierung ist wegen der sehr niedrigen Werte nicht vorgeschrieben“, stellt Mümken klar. Weil das Pascal-Gebäude aber langfristig als Schule genutzt werden soll, sei es der Stadt wichtig, hier ein für allemal PCB auszuschalten.

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