Plakate gegen die Rückbenennung
Promi-Parade für den Schlossplatz

Münster -

Zehn Köpfe, zehn Mal ein klares Votum für die Beibehaltung des neuen Namens für den alten Hindenburgplatz. 1000 Mal werden sie in den kommenden Wochen plakatiert. Georg Hundt, Sprecher der Schlossplatz-Initiative stellte sie gestern vor: „Wir wollten ein Stück Münster auf diesen Fotos zeigen.“

Donnerstag, 09.08.2012, 20:08 Uhr

Plakate gegen die Rückbenennung : Promi-Parade für den Schlossplatz
Weihbischof Ostermann (l.), Altbürgermeister Günter Schulze Blasum (r.) und in der Mitte Studentin Lena-Rosa Beste: Die Schlossplatz-Befürworter Hermann Terborg, Lena-Rose Beste, Anna Paul und Georg Hundt (v.l.) stellten gestern die Aktionsplakate vor. Foto: bn

Weihbischof Friedrich Ostermann ist für den Schlossplatz : „Weil wir Stadt des Friedens sind.“ Leonard Lansink stößt ins gleiche Horn: „Weil das eine Liebeserklärung für Münster ist.“

So unterschiedliche Leute wie der Albachtener Altbürgermeister Günter Schulze-Blasum (CDU) und Schlagerstar und bekennender Sozialdemokrat Roland Kaiser machen gemeinsame Sache. Es sei kein Problem gewesen, engagierte Münsteraner für die Plakat-Aktion zu finden, sagt Initiativen-Mitglied Hermann Terborg . Im Internet haben sich weitaus mehr Schlossplatz-Befürworter mit Konterfei verewigt. 15 000 Mal pro Woche werde auf die Facebook-Seite der Initiative zugegriffen: „Das hat uns positiv überrascht.“

Promis für den Schlossplatz

Ausgehängt werden die Plakate in Geschäften und Kneipen. Einige seien aber bereits wieder abgerissen worden, muss Terborg zugeben: „Im üblichen Rahmen – das kennt man aus anderen Wahlkämpfen auch.“

Bis zum 16. September planen die Hindenburg-Gegner weitere Aktivitäten. Unter anderem eine Info-Zeitung, die an alle Haushalte verteilt wird. Zudem gibt‘s Luftballons, Buttons und T-Shirts – knallgelb mit dem Schloss darauf.

Hinter der Kampagne steckt unentgeltliche Profi-Beratung. Jens Kallfelz von der Kommunikationsagentur KopfKunst: „Wir konkurrieren mit Anbietern aus Berlin, Hamburg, München“. Münsters Ruf sei in Gefahr, wenn man dem Reichspräsidenten Hindenburg „eine besondere Ehre erweist“.

Am Samstag beginnt offiziell der Straßenwahlkampf. Zwei Mal in der Woche will die Bürgerinitiative in der Stadt informieren. Auf die direkte Konfrontation mit den Befürwortern der Rückbenennung des Schlossplatzes setzt Georg Hundt nicht: „Für uns ist die Entscheidung klar.“

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