Schnelle Rettung
Johanniter schicken Münsters erste Fahrrad-Sanitäter zur Skatenight

Münster -

Die Polizei fährt Fahrrad, das Ordnungsamt fährt Fahrrad – wird es da nicht höchste Zeit, dass die Johanniter-Unfallhilfe auch Fahrrad fährt? Udo Schröder-Hörster, Mitglied im Regionalvorstand, ist unbedingt dieser Ansicht: „Schon fast fatal, dass es das bislang nicht gab . . .“

Mittwoch, 15.08.2012, 12:08 Uhr

Schnelle Rettung : Johanniter schicken Münsters erste Fahrrad-Sanitäter zur Skatenight
Margarita Bojarin und Jasper Mönninghoff gehen am Freitag bei der Skatenight zum ersten Mal als Fahrrad-Sanitäter an den Start. Foto: Oliver Werner

Jetzt ist es soweit: Mit Margarita Bojarin und Jasper Mönninghoff gehen am Freitag bei der Skatenight zum ersten Mal zwei hochmotivierte Leezen-Sanis der Johanniter an den Start. Die Veranstaltungen von „Münster rollt“ werden ohnehin von den Johannitern begleitet – aber auch beim Münster-Marathon bei Reitturnieren oder anderen „bewegten Einsatzlagen“ könnte man sich die Mitarbeit der flinken Fahrrad-Nothelfer vorstellen, meint Carsten März, der das Vorhaben angestoßen hat.

Die Fahrradsanitäter wurden bei „Velofaktur“ an der Grevener Straße vorgestellt – den dort waren die beiden Spezialfahrräder ausgerüstet worden. Es sind ganz normale Damen-Tourenräder ohne besonderen Schnickschnack. Das heißt, acht Gänge, drei Bremsen, LED-Beleuchtung und besonders stabile Gepäckträger haben die Räder schon, aber das ist ja heutzutage nichts besonderes mehr. Sie sind weiß lackiert und tragen die Aufschrift „First Responder“, was Englisch ist und „Erstversorger“ oder „Notfallhilfe“ bedeutet – englischsprachige Unfallopfer wissen diesen Service sicher zu schätzen.

Diese Räder würden im Handel 1100 Euro kosten. Zusammen mit der kostbaren Ausrüstung käme man auf 1700 Euro: Sie besteht aus zwei hochwertigen Fahrradtaschen, deren eine Verbandsmaterial, die andere hingegen Diagnosemittel und enthält – also Pulsgeräte, Stethoskope, Zuckermessgeräte und dergleichen.

Margarita Bojarin und Jasper Mönninghoff sind ausgebildete Sanitäter; ausgebildete Fahrradfahrer sind die beiden 22-Jährigen jedoch nicht, weshalb sie mit ihren Kollegen abwechselnd Dienst tun. Ihre Aufgabe besteht dahin, zügig Erste Hilfe zu leisten, bis Krankenwagen oder Notarzt an Ort und Stelle sind. Als Fahrradhelfer sollen sie sich leichter durch Menschenmengen oder Nebenstraßen bewegen können, so die Theorie. Wenn sich das Prinzip bewährt, könne man es ausbauen, betont Udo Schröder-Hörster.

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