Helmut Schmidt in Münster
Karnevalsprinz sorgt für Sicherheit des Altkanzlers

Münster -

Thorsten Geuting wird Münsters neuer Karnevalsprinz. Doch zuvor hat er noch einen wichtigen Job zu erledigen: Bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises sorgt er mit seiner Firma HRC Services für die Sicherheit des Altkanzlers.

Montag, 24.09.2012, 07:09 Uhr

Altkanzler Helmut Schmidt erhielt in Münster den Westfälischen Friedenspreis. Foto: Jürgen Peperhowe

Thorsten Geuting hat einen kleinen Knopf im Ohr. Damit steht er mit seinen 22 Männern, die überall im Rathaus postiert sind, im ständigen Kontakt. Als Friedenspreisträger Helmut Schmidt mit seiner Lebensgefährtin Ruth Loah und dem engsten Kreis der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe zum abschließenden Mittagessen zu Feldmann geht, ist für ­Geuting der Job gelaufen.

Geuting? Ja, richtig. Der Name kommt einem bekannt vor. Thorsten Geuting wird Münsters neuer Karnevalsprinz. Bei der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises sorgt er mit seiner Firma HRC Services für die Sicherheit des Altkanzlers.

Helmut Schmidt erhält Westfälischen Friedenspreis

An der Security liegt es nicht, dass Bio-Riese Michael Radau nicht zu Helmut Schmidt durchkommt. Es ist wohl mehr das enge Protokoll an einem solchen Festtag. „Herr Schmidt lebte als Soldat im Zweiten Weltkrieg ein halbes Jahr bei meiner Familie in Wagten bei Braunsberg“, erzählt Radau. Er hätte ihm gerne Grüße von seinem Vater Ernst übermittelt, der eineinhalb Jahre jünger als der 93-jährige Friedenspreisträger ist.

Endlich ist Hannelore Kraft in Münster . Es ist Oberbürgermeister Markus Lewe „eine besondere Ehre“, die Landesmutter im Rathaus zu begrüßen. Hatte die CDU doch im Landtagswahlkampf beklagt, dass die SPD-Ministerpräsidentin nie in Münster war. Im Friedenssaal trägt sie sich nun nach Helmut Schmidt und SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier ins Goldene Buch der Stadt ein. „Sie glauben gar nicht, wie sehr dieses Buch darauf gewartet hat“, sagt Lewe. Für Kraft ist es „eine besondere Freude“. Auch wenn sie später mit einem Augenzwinkern verrät: „Ich durfte leider nicht aus dem Goldenen Hahn trinken.“

Aus Gold ist auch die über 200 Jahre alte Amtskette, die der OB ausschließlich zur Verleihung des Friedenspreises trägt. „Die hatte ich im Stadtmuseum entdeckt und dort aus der Vitrine geholt, womit nicht jeder einverstanden war“, plaudert er.

Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an Helmut Schmidt

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  • Helmut Schmidt bekommt den Westfälischen Friedenspreis für sein Engagement für ein geeintes Europa verliehen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Uwe Renners
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  • Foto: Matthias Ahlke
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  • Foto: Uwe Renners
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  • Der Gründer des Vereins "Children for a better world", Florian Langenscheidt, mit seiner Frau. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hannelore Kraft gab Autogramme Foto: Uwe Renners
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  • Autogrammstunde mit der Ministerpräsidentin vor dem Rathaus. Foto: Uwe Renners
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  • Frank-Walter STeinmeier und Hannelore Kraft bei der Pressekonferenz. Foto: Uwe Renners

Während Schmidt vom Sentenzbogen Tausende Münsteraner begrüßt, treffen sich die Gäste aus dem Friedenssaal zum Gespräch im Foyer. Alle sind restlos begeistert von der Rede und Aura des Altkanzlers. „Helmut Schmidt ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Er kann mutterseelenallein mehrheitsfähig sein“, schwärmt Sänger Roland Kaiser. Carola Möllemann-Appelhoff (FDP) spricht von einer „historischen Persönlichkeit, wie ich sie noch nicht kennengelernt habe“. SPD-Chef Dr. Michael Jung unterstreicht, Schmidt habe Wichtiges gesagt zu Deutschlands Rolle in Europa, während Stadtdirektor Hartwig Schultheiß fast euphorisch ist: „Dass ich den Kanzler meiner Kindheit persönlich erleben durfte, ist für mich einer der Höhepunkte dieses Jahrzehnts.“

  
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