Hindenburg ist Geschichte
Schlossplatz-Initiative feiert klaren Sieg / Lewe erleichtert, aber nicht euphorisch

Münster -

Die Luft im Bürgersaal des historischen Rathauses war restlos verbraucht, als gestern Abend um 20.09 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis verkündet wurde: 59,4 Prozent der Münsteraner wollen, dass der Name Schlossplatz für Münsters größte Freifläche erhalten bleibt. Der frühere Name Hindenburgplatz ist Geschichte – endgültig.

Montag, 17.09.2012, 07:09 Uhr

Schlossplatzbefürworter
Jubel bei den Schlossplatzbefürwortern. Bereits nach den ersten Stimmbezirken hatte sich ihr Sieg abgezeichnet. Foto: Oliver Werner

Trotz der Schwüle in dem brechend vollen Raum reichte der Sauerstoffvorrat noch für einen gewaltigen Jubelschrei der Bürgerinitiative Schlossplatz . „Als wir vor 92 Tagen angefangen haben, die Kampagne zu starten“, jubilierte der Sprecher Georg Hundt, „da war die Stimmung sehr schlecht, aber wir haben sie gedreht“.

Eben diesen Gegenwind spürten Stefan Leschniok und Christoph Sluka von der Bürgerinitiative Pro Hindenburgplatz bereits, als sie am frühen Abend den Bürgersaal betraten. Die Schlossplatz-Freunde waren klar in der Mehrheit – und mit Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse stieg deren Laune kontinuierlich. Leschniok führte den Absturz seiner Bürgerinitiative auf den vermeintlichen Imageschaden zurück, der für den Fall einer Rückkehr zum alten Namen prognostiziert worden sei.

Eine klare Mehrheit der Wähler in Münster hat sich für den Namen Schlossplatz entschieden.

Eine klare Mehrheit der Wähler in Münster hat sich für den Namen Schlossplatz entschieden.

„Die Sorge war unberechtigt, aber sie hat gewirkt.“ Christoph Sluka konnte sich selbst in der Stunde der Niederlage einen Seitenhieb auf die andere Bürgerinitiative nicht verkneifen: „Wenn jemand Nazi ruft, gibt es gleich einen Aufschrei“, beschrieb er die Stimmung der vergangenen Wochen. „Das hat die Gegenseite genutzt.“

 

Erleichtert, aber nicht euphorisch zeigte sich Oberbürgermeister Markus Lewe – CDU-Mitglied ebenso wie Leschniok und Sluka. Als Befürworter des neuen Namens freute er sich über das Ergebnis und meinte: „In dieser Höhe habe ich es nicht erwartet.“ Die teilweise sehr heftigen Proteste gegen die Namensänderung führte Lewe darauf zurück, dass „sich nicht alle in dieser Stadt mitgenommen fühlen“.

Ins gleiche Horn stieß auch Hermann Terborg von der Schlossplatz-Initiative. Die politisch Verantwortlichen müssten sich jetzt auch um jene 40 Prozent der Münsteraner kümmern, die nicht für Schlossplatz votiert hätten. In den vergangenen Tagen war im Rathaus kolportiert worden, dass Lewe für den Fall eines Sieges der Bürgerinitiative Hindenburgplatz zurücktreten könnte.

Bürgerentscheid in Münster

Während sich diese Frage gestern Abend erübrigte, warf der CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz eine ganz andere Frage auf – und zwar wo Münsters CDU künftig ihre Grenze „nach rechts zieht“. Der Vorwurf ging klar an die Adresse von Sluka, der im Zusammenhang mit dem Namensstreit der rechtslastigen Zeitschrift „Junge Freiheit“ ein Interview gegeben hatte. Sluka ist stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union. Auf die Frage, ob er dieses Amt jetzt zur Verfügung stelle, meinte Sluka: „Warum?“

Die Stimmen werden ausgezählt

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  • Punkt 18 Uhr wurden im Rathaus die Briefwahlurnen geleert. Die Stimmen für oder gegen den Hindenburgplatz werden gezählt.

    Foto: Oliver Werner
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