Stadt verteidigt Pizza-Karton
„Hindenburg-Konterfei ein Kunstprojekt“

Münster -

„Gehört das Kulturamt zur Stadt Münster oder nicht?“ Für Dr. Marlis Rahe, Mitglied des Vereins „Ja zum Hindenburgplatz“, ist das eine wichtige Frage, seitdem sie gesehen hat, dass das städtische Kulturamt als Förderer von Pizza-Kartons mit Hindenburg-Konterfei ausgegeben wird.

Mittwoch, 05.09.2012, 08:09 Uhr

Stadt verteidigt Pizza-Karton : „Hindenburg-Konterfei ein Kunstprojekt“
Sobald man die Pizza anknabbert, erscheint im „Dalli-Klick“-Stil nach und nach ein siebgedrucktes Foto auf der Unterseite der Verpackung. Es zeigt den Reichspräsidenten Hindenburg. Foto: Kristian Klauke

Rahe wertet dies als unerlaubte Förderung der „Gegner des Hindenburgplatzes “ durch die Stadtverwaltung. Joachim Schiek , Pressesprecher der Stadt Münster , weist diesen Vorwurf zurück. Bei den Pizza-Kartons handele es sich um einen Teilaspekt des Kunstwerkes „Pizza, Pasta, Kunst und Basta“ der Künstlergruppe „Sozialpalast“, mit der das Kulturamt bereits seit 2006 zusammenarbeite.

Mit dem Förderbescheid vom 31. Januar, als weit vor dem Ratsbeschluss zur Umbenennung des Hindenburgplatzes, habe die Stadt dem „Sozialpalast“ 3000 Euro für das Projekt gewährt, das unter anderem auch Kunstaktionen in der Pizzeria Peppino vorsah. „Die inhaltliche Konkretisierung sollte sich im Verlauf der Projektrealisierung ergeben.“ Hätte die Stadt die Produktion der Kartons verbieten wollen, so Pressesprecher Schiek, hätte man „in die inhaltliche Gestaltung künstlerischer Projekte“ eingegriffen. Davon habe die Stadt abgesehen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1127425?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F1236838%2F
2:0 gegen Magdeburg: Preußen Münster beendet Sieglosserie
Er kann es noch; Rufat Dadashov (2.v.l.) erzielte wie in Meppen ein Tor, dieses Mal zur 1:0-Führung
Nachrichten-Ticker