Kinderuni im H 1
Wie kommt Strom in die Batterie?

Münster -

Ohne Strom rührt sich nichts. Wenn die Batterien leer sind, fährt kein ferngesteuertes Auto mehr und putzt keine elektrische Zahnbürste mehr die Zähne. Wie der Strom in eine Batterie oder in einen Akku kommt, das ist Thema bei der nächsten Kinderuni am Freitag (19. Oktober).

Dienstag, 16.10.2012, 08:10 Uhr

Kinderuni im H 1 : Wie kommt Strom in die Batterie?
Dr. Peter Bieker arbeitet im Batterieforschungszentrum „MEET“ an der Entwicklung stärkerer Batterien, die Autos bewegen können. bei der kinderuni erklärt er, wie das funktioniert. Foto: kv

Wenn die Batterien der elektrischen Zahnbürste, des ferngesteuerten Autos oder des Radios leer sind, läuft nichts mehr. Ohne Strom rührt sich nichts. Auch nicht, wenn die Akkus von Laptop oder Handy leer sind. Das weiß jedes Kind. Wie der Strom überhaupt in die Batterie oder in den Akku kommt, das können Kinder am kommenden Freitag (19. Oktober) um 16.15 Uhr bei der Kinderuni im großen Hörsaal H1 erfahren.

Dr. Peter Bieker ist Mathematiker und Chemiker und arbeitet seit drei Jahren als Batterieforscher. Er kennt sich sowieso mit den kleinen Batterien aus, die es im Laden zu kaufen gibt – im Batterieforschungszentrum „MEET“ der Universität Münster entwickeln die Wissenschaftler aber Batterien, auf die viele Menschen warten. Zum Beispiel für Autos.

Peter Bieker fährt manchmal mit einem Motorroller in die Stadt, der kein Benzin braucht, sondern Strom. Für einen Roller reicht die Batterie, wie sie die Forscher am „MEET“ entwickelt haben, aus. Um ein viel schwereres Auto über viele hundert Kilometer zu bewegen, ohne, dass die Batterie zwischendurch aufgeladen werden muss, das ist aber noch eine Herausforderung, die die Wissenschaftler noch nicht ganz bewältigt haben.

Die Batterien, die im Moment hergestellt werden können, speichern – wenn sie nicht zu schwer sind – nicht genügend Energie, um Autos weit genug fahren zu lassen.

Darum suchen Peter Biekeer und seine etwa 100 Kollegen am Batterieforschungszentrum „MEET“ Alternativen. Dabei geht es darum, besonders leichte Materialien zu finden, die den Strom in die Akkus leiten. MEET ist übrigens die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Münster Electrochemical Energy Technology“.

Englisch sprechen auch meistens die Batterieforscher untereinander. Sie kommen aus 19 Ländern, um in Münster an den Batterien der Zukunft zu arbeiten. Peter Bieker, der früher eigentlich Lehrer werden wollte, macht die Forschung Riesenspaß. Jetzt freut er sich darauf, nicht nur erwachsenen Studenten, sondern auch Kindern von der Arbeit zu erzählen.

Der Besuch der Kinderuni im großen Hörsaal H1 ist kostenlos, Anmeldung nicht erforderlich.

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