Studentinnen wollen in schwarzer Vollverschleierung protestieren
Eröffnung des Zentrums für islamische Theologie in Münster

Münster -

Am kommenden Dienstag (30. Oktober) wird das Zentrum für islamische Theologie an der Universität Münster eröffnen. Die Gruppe „Free Minds“ will vor dem Schloss gegen die Gründung des Zentrums in „schwarzer Vollverschleierung“ protestieren.

Freitag, 26.10.2012, 07:10 Uhr

Studentinnen wollen in schwarzer Vollverschleierung protestieren : Eröffnung des Zentrums für islamische Theologie in Münster
Frau mit der traditionellen Burka. Foto: dpa

Die „Free minds“ sind nach eigenen Aussagen Studentinnen münsterischer Hochschulen, die sich von ihren muslimischen Familien emanzipiert haben und gegen die Unterdrückung der Frauen im Islam aufbegehren. Die Gruppe sieht die Gefahr der Einflussnahme radikal-islamistischer Kreise auf das neue Zentrum der Universität, wo Lehrer für den islamischen Religionsunterricht und Imame ausgebildet werden.

Im Senat der Universität wurde am Mittwoch bekannt, dass das Land NRW einen der acht für den Beirat des Zentrums vorgeschlagenen muslimischen Vertreter abgelehnt hat. Dies teilte Unirektorin Ursula Nelles auf Nachfrage eines Senatsmitglieds mit. Die sieben anderen Vertreter im Beirat des Zentrums seien von ihr ernannt worden.

Ob es sich, wie der nachfragende Professor vermutete, bei dem abgelehnten Kandidaten um einen Vertreter der Gruppe Millî Görüş gehandelt habe, bestätigte Nelles nicht. Nach Ansicht des Verfassungsschutzes zeigt die Gruppe Millî Görüş ein antidemokratisches Staatsverständnis.

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