Zukunftsvision Meerespark
Die Zoo-Delfine sind auf dem Sprung

Münster -

Noch fühlen sich Rocco, Nando und Palawas im Delfinarium des Allwetterzoos so munter wie ein Fisch im Wasser. Doch die Tümmler sind auf dem Sprung. Bis Jahresende werden sie den Abflug in andere europäische Parks machen, insofern reifen die Pläne für die Zeit danach. Direktor Jörg Adler sagt: „Der Umbau des Delfinariums im kommenden Jahr wird der erste Baustein für den zukünftigen Meerespark sein“ – dem letzten noch fehlenden Themenschwerpunkt des Zoos.

Mittwoch, 03.10.2012, 14:10 Uhr

Zukunftsvision Meerespark  : Die Zoo-Delfine sind auf dem Sprung
Rocco macht genauso wie die zwei weiteren Tümmler bis zum Jahresende den Abflug. Danach wird das Delfinarium komplett umgebaut. Foto: Matthias Ahlke

Ein Griff, schon zieht Adler die Akte aus dem Regal, in der die Zukunft von Münsters bunter Tierwelt steht. „Konzept 2000 plus“ heißt die Vision, die er 1997 geschrieben hatte. Drei der vier dort verankerten Bausteine sind so gut wie umgesetzt – der Affenpark, der Pferdepark und der Elefantenpark, der im Juni 2013 eröffnet wird. Bleibt der Meerespark , dessen Planung eigentlich erst 2014 starten sollte, mit dem Umbau des Delfinariums indes im Frühjahr beginnen muss.

Der erste Delfin ist schon weg

Der erste der früher mal vier Säugetiere ist bereits abgetaucht. Wenn auch Rocco, Nando und Palawas im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms ihre neue Heimat gefunden haben, greift die zukünftige Ausrichtung, die gerade mit dem neuen Betreiber, dem Niederländer Henk Hiddingh, festgezurrt wird. Dazu muss man wissen, dass das Delfinarium ein eigenständiges Unternehmen ist, das in das Gesamtkonzept des Zoos eingebunden ist. Erste Namensvorschläge für die neue Wasserwelt sind hinter vorgehaltener Hand gemacht.

Seelöwen übernehmen die Hauptrolle

Klar ist, dass die kalifornischen Seelöwen ab Mai die Hauptrolle in dem umgewidmeten Delfinarium spielen werden. Das Gebäude wird von außen und innen umgebaut, für die Zuschauer soll es komfortabler werden. „Es werden einige Hunderttausend Euro in die Hand genommen“, sagt Adler. Zu den inzwischen rund zehn Seelöwen – drei neue sind in Münster angekommen – werden sich weitere Meerestiere gesellen. Setzt die Zooleitung die 1997 skizzierte Idee des Meeresparks um, sollten auch die 70 Pinguine und die sechs Kegelrobben – die aktuell in der Nachbarschaft der Affen leben – im Umfeld des alten Delfinariums ihre neue Heimat finden. Über die Finanzplanung der näheren Zukunft sprach gestern Abend der Aufsichtsrat.

Die Kosten des Meeresparks

Die Kosten des Meeresparks tauchen voraussichtlich erstmals 2015 in den Büchern auf. „Es liegt an uns, wie wir das finanziell stemmen. Möglicherweise müssen wir für den Meerespark doch das erste Mal zur Bank gehen, was wir uns beim Elefantenpark vielleicht sparen können“, sagt Adler.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1181691?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F1754250%2F
Nachrichten-Ticker