Es bleibt dabei: Firmen müssen weg
Pachtvertrag in Nachbarschaft zur Halle Münsterland läuft unwiderrufklich aus

Münster -

Noch wird in der Autoreparaturwerkstatt von Frank Burghaus an der Lippstädter Straße gearbeitet. Auch in dem im selben Gebäude ansässigen „Taxiruf 25 500“ von Wolfgang Michels klingeln noch die Telefone. Doch die Zeit rennt den beiden Unternehmern davon. Ende März sollen sie ihr Gelände räumen, der Pachtvertrag mit der Stadt läuft aus – und die Halle Münsterland will auf dem Grundstück rund 300 zusätzliche Parkplätze anbieten (WN, 23.10.).

Dienstag, 18.12.2012, 16:12 Uhr

Um dieses Gelände an der Lippstädter Straße geht es: Frank Burghaus will mit seiner Autowerkstatt bleiben.
Um dieses Gelände an der Lippstädter Straße geht es: Frank Burghaus will mit seiner Autowerkstatt bleiben. Foto: Oliver Werner

Burghaus und Michels , der bei dem Betreiber der Autowerkstatt zur Untermiete seinen Taxiruf betreibt, haben lange auf eine Ersatzlösung gesetzt – und noch mehr darauf gehofft, doch auf dem Gelände bleiben zu können. Aber danach sieht es nicht mehr aus: „Ende März läuft der Vertrag aus“, unterstreicht Rainer Uetz, der Dezernent des Oberbürgermeisters. Er betont, dass die Stadt Unternehmer Burghaus bereits zwei Jahre vor Auslaufen des Pachtvertrages signalisiert habe, dass eine Verlängerung nicht möglich sei. Die Wirtschaftsförderung der Stadt habe dem Werkstattbetreiber zwölf Alternativstandorte vorgeschlagen.

Doch keiner, das bestätigt Burghaus, sei für ihn akzeptabel gewesen. Er sei darauf angewiesen, in der Gegend zu bleiben, seine Kunden kämen zum großen Teil aus dem Hansaviertel: „Roxel ist für mich keine Alternative“. Und viele der Alternativ-Standorte seien schlicht zu teuer. Burghaus ist von der Härte der Stadt „sehr enttäuscht“: Vor etlichen Jahren zog er mit seinem Betrieb auf Bitten der Stadt vom Hawerkamp an die Lippstädter Straße . Er sei davon ausgegangen, dort nun bleiben zu können.

Sein Untermieter Wolfgang Michels hat keine Vorschläge für alternative Standorte von der Wirtschaftsförderung erhalten. „Weil er sich nicht dort gemeldet hat“, sagt Rainer Uetz. Er benötigt wegen der Ausstrahlung des Antennensignals für den Funk einen Standort möglichst im Innenstadtbereich und Stellplätze für die Taxis.

Allmählich werden die beiden Unternehmer nervös. Burghaus: „Wenn jetzt nicht bald eine Lösung kommt, müssen wir schließen.“ 50 Arbeitnehmer, so Burghaus, ständen dann auf der Straße.

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