Trainer verbindet Boxen mit Nachhilfe
Münsteraner erhält Deutschen Bürgerpreis

Münster -

Schon wieder ein Preis für Dr. Farid Vatanparast. „Farid’s QualiFighting“, das Projekt der Telekom-Post SV-Boxabteilung, erhielt gestern Abend in Berlin den Deutschen Bürgerpreis in der Kategorie „Engagierte Unternehmer“. Mit dem Restaurantinhaber und ehemaligen Boxprofi sprach WN-Redakteur Günter Benning.

Dienstag, 11.12.2012, 07:12 Uhr

Trainer verbindet Boxen mit Nachhilfe : Münsteraner erhält Deutschen Bürgerpreis
Farid  Vatanparast gibt einem jungen Boxer Nachhilfe. Foto: Günter Benning

Wissen Sie eigentlich, wie viele Preise Sie mit Ihrem Projekt schon eingeheimst haben?

Farid Vatanparast : Das sind schon so einige gewesen. Aber wir sind halt keine Eintagsfliegen. Dass wir von Jahr zu Jahr auch immer bedeutendere Preise gewinnen, zeigt, dass wir sehr nachhaltig arbeiten. Einen Preis zu gewinnen, ist schön. Aber schöner ist, weiterzumachen und an der Qualität und der Leistung zu arbeiten.

Wie lange gibt es Ihr Boxprojekt schon?

Vatanparast: Seit Januar 2007. Und wir hatten locker in dieser Zeit 90 bis 100 Jugendliche, die wir erfolgreich zu ihrem jeweiligen Ziel gebracht haben. Aber betreut haben wir sicher die dreifache Zahl.

Eigentlich ist Boxen ja negativ besetzt. Das hat mit Schlagen zu tun. Sie verbinden Boxen mit " Nachhilfe ". Also etwas Positivem...

Vatanparast: Ich glaube, das ist eine Kommunikationsfrage. Man sieht, was der Boxsport bewirken kann, wenn man ihn vernünftig und im positiven Sinne für die Jugendlichen betreibt. Junge Leute, die nicht zur Schule gegangen sind, gehen jetzt öfter hin. Jugendliche, die keine Ziele hatten, finden jetzt Ziele für sich. Das sind oft Menschen, die vorher keine Anerkennung gefunden haben, und deswegen – in Anführungszeichen – Blödsinn gemacht haben.

Sie kennen sich mit Prominenz aus. Heute Abend ist Ministerin Kristina Schröder bei der Verleihung des Bürgerpreises dabei?

Vatanparast: Ich war schon bei den Bundespräsidenten Wulff und Gauck. Und Ministerpräsidentin Kraft ist seit Anfang des Jahres unsere Schirmherrin. Das zeigt, wie wichtig das Projekt für das Land Nordrhein-Westfalen und auch für die Stadt Münster ist.

Man müsste es exportieren, oder?

Vatanparast: Seit drei Jahren haben wir eine kleine Abteilung in Ostbevern. Aber ich würde mich unheimlich freuen, wenn man in anderen Städten unsere Idee aufgreifen würde.

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