Bilanz der Wirtschaftsförderung
In einigen Stadtteilen wird es in Münster zukünftig eng

Münster -

Rund 15 Hektar Gewerbeflächen hat die Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr vermittelt. Bei der Bilanzpressekonferenz am Freitag wurde deutlich, dass Gewerbeflächen in einigen Stadtteilen bereits Mangelware sind.

Freitag, 25.01.2013, 18:01 Uhr

Bilanz der Wirtschaftsförderung  : In einigen Stadtteilen wird es in Münster zukünftig eng
Die Wirtschaftsförderung zog gestern Bilanz des zurückliegenden Jahres – und präsentierte einige erfolgreiche Zahlen. Foto: Jürgen Christ

Erfolg kann zum Problem werden. Zwischen zehn und 15 Hektar Gewerbeflächen vermittelt die Wirtschaftsförderung Münster pro Jahr. Zwar gebe es noch keinen generellen Engpass, so der Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers gestern bei der Bilanzpressekonferenz. Aber in einigen Teilbereichen werde „es inzwischen knapp“. Als Beispiel nannte Robbers die Stadtteile Roxel und Nienberge, die praktisch „dicht“ seien. Eng sei es in Coerde und Handorf.

Stadt muss über Entwicklung nachdenken

Für großflächige Gewerbeansiedlungen ohne Bezug zu einem bestimmten Stadtteil stehen aktuell die Industriegebiete am Hessenweg in Gelmer sowie an der A 1 in Amelsbüren zur Verfügung. Das Gewerbegebiet Loddenheide sei derweil zu 80 Prozent ausgebucht. Perspektivisch müsse die Stadt über die weitere Entwicklung nachdenken. Da große Industriegebiete wie in Amelsbüren nicht mehr in der Pipeline seien, müsse man an verschiedenen Stellen eine Nachverdichtung anstreben.

Nach Ansicht von Dr. Thorsten Kornblum (SPD), Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung, gehört die Förderung von Gewerbeansiedlungen ebenso wie die Förderung des Wohnungsmarktes zu den zentralen Zukunftsaufgaben „unserer wachsenden Stadt“. Kornblum: „Wir wollen ja nicht, dass die jungen Arbeitskräfte, die wir an Münster binden möchten, ihr ganzes Geld für die Miete ausgeben.“

Sparpaket wird Wirtschaftsförderung erreichen

Dr. Robbers geht nicht davon aus, dass sich die konjunkturelle Eintrübung bereits 2013 bei der Vermittlung von Gewerbeimmobilien in Münster bemerkbar machen wird. Für 2014 schließt er dies aber nicht aus. „Wir bemerken die Entwicklung immer mit ein bis zwei Jahren Verzögerung.“ Durch die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung 2012 wurden insgesamt 166 Arbeitsplätze neu geschaffen und 829 gesichert.

Das Sparpaket der Stadt wird in diesem Jahr auch die Wirtschaftsförderung erreichen. Das Budget, das die Stadt Münster zur Verfügung stellt, wird um 250 000 Euro verringert. Laut Robbers soll es aber keine Abstriche beim Leistungsangebot geben.

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