Blogger kritisiert Kunstaktion
„Kammerton Aa ist großer Unsinn“

Münster -

„1 Aa – Münster im Fluss“, so hieß eine Aktion von Münster-Marketing im vergangenen Herbst, mit der auf Münsters wichtigstes Fließgewässer launig hingewiesen werden sollte. Dazu gehörte auch Thomas Nufers Kunsthappening „Kammerton Aa“. Ein prominenter Wissenschafts-Blogger übt nun heftige Kritik an diesem Wasserspiel.

Mittwoch, 16.01.2013, 10:01 Uhr

Es fließt viel Wasser die Aa hinunter. Mit und ohne Musik. Thomas Nufer wollte es im Herbst genauer wissen und ließ die Aa beschallen: 150 Schülerinnen und Schüler bauten sich im September neben Münsters stattlichstem Fließgewässer auf und ließen Stimmen, Geigen und Trompeten klingen. Der Kammerton A, so Thomas Nufers steile Hypothese, sei womöglich imstande, die Wasserqualität der Aa zu verbessern.

Das Ganze hieß „Kammerton Aa“ und gehörte zu einer spaßigen Aktion von Münster-Marketing, mit der Münsters Flüsschen beworben werden sollte. Davon hat nun der österreichische Astronom Florian Freistetter Wind bekommen. Der ist nicht irgendwer, sondern ein ziemlich prominenter Blogger . Auf dem Portal „scienceblogs.de“ zieht er über Thomas Nufer und seine Kammer­tönerei her, schreibt von „esoterischem Unsinn“ und dass man Kindern mit sowas gar nicht kommen dürfe. Zahlreiche Kommentare geben Freistetter recht.

Thomas Nufer nicht. Seine Kunstaktion sei „nicht esoterisch gemeint“ gewesen, sagt er. „Es ging mir um das Wortspiel ,Kammerton Aa‘, das liegt doch nahe.“ Alle Beteiligten hätten viel Spaß gehabt und seien überdies für das Thema Wasserqualität sensibilisiert worden.

Hat sich denn das Aa-Wasser durch den Aa-Kammerton verbessert? „Nur geringfügig“, meint Thomas Nufer. „Das müsste man noch genauer untersuchen.“

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