Höhere Bußgelder kommen gut an
Stadt und ADFC befürworten Pläne, Radfahrer stärker zur Kasse zu bitten

Münster -

Der Vorstoß des Bundesverkehrsministeriums, „Rüpel-Radfahrer“ stärker zur Kasse zu bitten, stößt sowohl bei der Straßenverkehrsbehörde als auch beim ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) auf Zustimmung. „Wer sich falsch verhält, muss dafür bezahlen. Ich halte die geplante Bußgelderhöhung daher für grundsätzlich in Ordnung“, betont Peter Wolter, Vorsitzender des ADFC Münster. Und auch der Leiter des Ordnungsamtes, Martin Schulze-Werner, kann die Pläne „nur gutheißen“. Die münsterische Polizei wollte hingegen gestern keine Stellungnahme abgeben. Es handele sich um „ungelegte Eier“.

Donnerstag, 31.01.2013, 08:01 Uhr

Polizist kontrolliert Radfahrer
Fahrradfahrern in Deutschland drohen bei Verstößen gegen Verkehrsregeln höhere Geldbußen. Foto: Arne Dedert (dpa)

Bereits am morgigen Freitag wird der Bundesrat über die neuen Bußgelder abstimmen. Deren Erhöhung hält sich allerdings in engen Grenzen. Wer auf dem Fußweg radelt, soll künftig zwischen zehn und 20 statt bisher fünf und 20 Euro zahlen, wer ohne Licht unterwegs ist 20 statt bisher 15 Euro. Falsches Einbiegen in Einbahnstraßen soll mit 20 bis 35 Euro geahndet werden, bislang waren für diese Ordnungswidrigkeit zwischen 15 und 30 Euro fällig. Zudem sollen Autofahrer, die Radfahrer behindern oder gefährden, stärker zur Kasse gebeten werden.

Auch wenn Wolter Sympathie für die Erhöhung hat – „viele Probleme mit Radfahrern sind in Münster auch hausgemacht“. So ist er überzeugt, dass weniger Radfahrer als „Geisterfahrer“ unterwegs wären, wenn sich die Radwege nicht neben den Bürgersteigen, sondern auf den Straßen befinden würden.

Derweil setzt Schulte-Werner darauf, dass höhere Bußgelder auch einen psychologischen Effekt haben. Nebenbei: „Von mir aus hätte die Erhöhung noch deutlicher ausfallen können.“

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