Rocco, Nando und Palawas erfreuen weiter mit Kunststücken
Trotz Tierschützer-Protesten: Delfin-Show im Allwetterzoo geht weiter

Münster -

Henk Hiddingh und seine Frau Liliane hatten am Sonntag alle Hände voll zu tun. Im Vorfeld hatte es geheißen, dass die drei Delfine ihre Abschiedsvorstellung am 6. Januar geben. Doch die Show geht weiter. Groß war daher der Andrang von Besuchern, die sich von Rocco, Nando und Palawas verabschieden wollten.

Montag, 07.01.2013, 08:01 Uhr

Liliane und Henk Hiddingh sind Geschäftsführer des Delfinariums, in dem die drei Delfine vorerst weitermachen.
Liliane und Henk Hiddingh sind Geschäftsführer des Delfinariums, in dem die drei Delfine vorerst weitermachen. Foto: Matthias Ahlke

Anstehen für Rocco, Nando und Palawas. Gestern sollte das Licht ausgehen, die springlebendige Show mit den drei Delfinen ein letztes Mal im Delfinarium über die Bühne gehen. So war es zumindest angekündigt. Doch von Schließung war nicht die Rede, es wird „weitergeflippert“ – Rocco, Nando und Palawas werden vorerst auch im neuen Jahr mit ihren Kunststücken das Publikum erfreuen. Wie lange noch? Das ist hier die Frage.

„Wir haben morgen auf, die nächste Woche, das Ende ist offen. Und es wird nicht verraten, wann die letzte Vorstellung ist“, sagte Henk Hiddingh mit Blick auf Tierschützer, die seit Langem gegen die Haltung von Delfinen in Zoos protestieren.

Mit seiner Frau Liliane managt der Niederländer als Geschäftsführer das Delfinarium. Als Türsteher musste er immer wieder den Besuchern klarmachen, dass nichts mehr geht, aus Sicherheitsgründen keiner mehr reindürfe. 800 Sitzplätze, 50 Stehplätze – alle drei Vorstellungen waren am Dreikönigsfest heiß begehrt bei den Zoobesuchern, die eh schon Schlange standen, um sich in den Allwetterzoo reinzuknubbeln – am letzten Tag, an dem selbst bestimmt werden konnte, wie viel Eintritt man bezahlen wollte.

Noch ist nicht das Ende des Delfinariums

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Henk Hiddingh, der fast 15 Jahre lang Zoodirektor im niederländischen Emmen war, ist seit Juli 2012 neuer Geschäftsführer des Delfinariums mit rund 500 000 Besuchern im Jahr. „Delfine brauchen sehr sauberes Wasser und eine intensive veterinäre Versorgung“, informiert der Geschäftsführer. Er wollte die Haltung nicht übernehmen, da dies zu teuer sei. Ein Platz für die drei Großen Tümmler, die innerhalb des europäischen Raumes umsiedeln sollen, sei noch nicht gefunden. Statt Delfinen werden Seelöwen das Publikum begeistern. Henk Hiddingh: „Es soll eine ganz neue Präsentation werden, mit Seelöwen ohne Ball auf der Nase. Vielmehr wollen wir ihr Leben in der Natur darstellen.“

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