Studie der Universität Münster
Schlechte Ernährung begünstigt schweres Asthma und Heuschnupfen

Münster -

Kinder und Jugendliche, die mindestens drei Mal die Woche Fast Food essen, leiden vergleichsweise häufig an starkem Asthma, Heuschnupfen und allergiebedingter Juckflechte (sogenanntes Ekzem). Das ist das Ergebnis der bisher größten international angelegten Studie ISAAC, bei der von 1991 bis 2011 insgesamt zwei Millionen Kinder und Jugendliche untersucht worden. Die deutschen Studienzentren lagen in Münster und Greifswald.

Donnerstag, 17.01.2013, 09:01 Uhr

Studie der Universität Münster : Schlechte Ernährung begünstigt schweres Asthma und Heuschnupfen
Besonders Fast Food mit seinem hohen Gehalt an Trans-Fettsäuren und Salz scheint einen negativen Einfluss auf die Gesundheit zu haben. Foto: dpa

„Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig eine gute Ernährung von früher Kindheit an ist“, sagt der Epidemiologie-Professor Ulrich Keil von der Universität Münster . Ebenfalls aussagekräftig: Kinder und Jugendliche, die wöchentlich drei Mal oder sogar häufiger Obst essen, leiden deutlich seltener an Krankheiten.

Gesunde mediterrane Ernährung

Besonders Fast Food mit seinem hohen Gehalt an Trans-Fettsäuren und Salz scheint einen negativen Einfluss zu haben, während Obst und Gemüse durch die enthaltenen Antioxidantien schützen. „Vor diesem Hintergrund empfehle ich eine mediterrane Ernährung mit Meeresfisch, Gemüse, Hülsenfrüchten, Brot, Nüssen und Oliven- oder Rapsöl“, sagt der Mediziner.

„Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig eine gute Ernährung von früher Kindheit an ist“,

Ulrich Keil

Besonders viele Krankheitsfälle traten in englischsprachigen Ländern wie zum Beispiel Australien, den USA und Großbritannien auf. „Es liegt nahe, dass die dort ähnliche Ernährung eine wichtige Rolle spielt.“ Eine genaue Definition von Fast Food gibt es nicht, zumeist werden darunter nach Angaben der Techniker Krankenkasse aber Lebensmittel verstanden, die viel Fett und Zucker, aber wenig Nährstoffe beinhalten.

Studie mit riesiger Stichprobe

In die Studie flossen Daten von mehr als 319 000 Jugendlichen im Alter von 13 bis 14 Jahren aus 51 Ländern und von mehr als 181 000 Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren ein. Die Jugendlichen und die Eltern der Kinder wurden in der dritten Studienphase in den Jahren 2002 und 2003 unter anderem zum Auftreten und zur Schwere von Asthma, Heuschnupfen und Ekzemen sowie zur Ernährung befragt. Die erhobenen Daten der Mammut-Studie werden jetzt weltweit in einem Fachjournal veröffentlicht.

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