Deutlich weniger Verletzte als im Jahr zuvor
Münster nicht mehr unfallträchtigste Stadt in NRW

Münster - Das Risiko, bei einem Unfall verletzt zu werden, war in NRW jahrelang nirgendwo größer als in Münster. 2012 ist es der Stadt allerdings gelungen, die „rote Laterne“ an Düsseldorf weiterzureichen. Im Unfall-Ranking der 47 NRW-Polizeipräsidien rangiert Münster nun auf Platz 44, nachdem im vergangenen Jahr nicht nur die Zahl der Verkehrsunfälle, sondern auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden deutlich zurückgegangen ist.

Freitag, 01.02.2013, 13:02 Uhr

Deutlich weniger Verletzte als im Jahr zuvor : Münster nicht mehr unfallträchtigste Stadt in NRW
Die Polizei (v.l.:Schümchen, Weiss, Wimber) verkündet die erfreulichen Entwicklungen. Foto: Oliver Werner

„Dieser Erfolg ist nicht vom Himmel gefallen“, betonte Wimber gestern Vormittag bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik 2012 – sie sei das Ergebnis harter Arbeit, aber auch der Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf den großen Einfallstraßen. Zugleich räumte er ein, dass sich Münster im NRW-Vergleich nach wie vor „in der Abstiegszone“ befinde. Seine Behörde werde daher ihre Bemühungen, Münsters Straßen sicherer zu machen, auch 2013 und in den Jahren danach fortsetzen.

Polizei bei Facebook

Ab sofort ist das Polizeipräsidium Münster mit einer eigenen Präsenz bei Facebook vertreten. Mit einem Mix aus Informationen rund um den Polizeiberuf, zu Präventionsveranstaltungen und zu aktuellen Polizeithemen will die Behörde alle Facebook-User ansprechen. „Dieses Medium ist aus unserer Sicht ideal, um insbesondere mit jungen Menschen in Kontakt zu treten“, so Polizeipräsident Hubert Wimber. Eine besondere Rolle soll die Personalwerbung spielen. Die Seite ist unter www.facebook.com/polizeimuenster zu erreichen.

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Im vergangenen Jahr ereigneten sich 1204 Unfälle mit Personenschaden, ein Rückgang von neun Prozent gegenüber 2011 (1321 Unfälle). „Landesweit“, so Wimber nicht ohne Stolz, „betrug der Rückgang nur vier Prozent.“ 1172 Menschen wurden 2012 in Münster verletzt – exakt 100 weniger als im Jahr zuvor. Tödlich verunglückten vier Personen.

Hier einige weitere Details aus der Unfallstatistik:

►  Die Polizei ordnete bei 310 Radfahrern Blutproben an. Betroffen waren vor allem 18- bis 30-Jährige. Der Spitzenwert lag bei 3,54 Promille.

► 2061 Verkehrsteilnehmer flüchteten nach einem Verkehrsunfall. 901 konnte die Polizei später ermitteln.

► Insgesamt registrierte die Behörde 9818 Unfälle. 2011 waren es 9853, 2010 sogar 10 124.

► Bei Geschwindigkeitskontrollen gingen der Polizei 28 000 Raser ins Netz – 10 000 mehr als 2011.

► Die aktuell unfallträchtigsten Strecken sind der Ring sowie Hammer und Weseler Straße.

Kritik übte Wimber an der gestern vom Bundesrat beschlossenen Erhöhung der Bußgelder für Radfahrer, die sich nicht an Verkehrsregeln halten. „Eine verpasste Chance. Ich hätte mir gewünscht, dass auch eine 0,8-Promille-Grenze für Radfahrer eingeführt wird.“

Auch auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Münster ging 2012 die Zahl der Verkehrsunfälle zurück – um zehn Prozent auf 3497

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