„Ein wunderbares Raumerlebnis“
Tausende strömen am Eröffnungstag durch den restaurierten Paulus-Dom

Münster -

„Das Licht ist toll“, sagen Ina Schlüter und Franziska Häusler übereinstimmend. Dabei sehen die beiden Schülerinnen des münsterischen Schlaungymnasiums Münsters Paulus-Dom am ersten Öffnungstag im Zwielicht des Spätwinters. Mit ihrem Religionslehrer haben sich die Gymnasiastinnen auf den Weg gemacht, um die Bischofskirche nach 15-monatiger Pause mit anderen Augen zu sehen: „Das ist toll!“

Freitag, 15.02.2013, 18:02 Uhr

Mit großer Ausrüstung kamen gestern viele Besucher in den Dom, um die ersten Eindrücke in der renovierten Kathedrale fotografisch festzuhalten.
Mit großer Ausrüstung kamen gestern viele Besucher in den Dom, um die ersten Eindrücke in der renovierten Kathedrale fotografisch festzuhalten. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist kein Festtag, auch keine Bischofsweihe, und doch strömen an diesem grauen Februartag seit neun Uhr Münsteraner, Münsterländer, Touristen und Gläubige aus der Stadt und den umliegenden Dörfern zu „ihrem“ Dom. Es dürften, so schätzt der projektsteuernde Architekt Stefan Schopmeyer , bis zur Mittagsstunde sicher einige Tausend sein.

Sie wollen „den Raum auf sich wirken lassen“. Wie zum Beispiel Schwester Maria Thiede aus Lemförde , die gerade im Mutterhaus der Clemens­schwestern in Münster Exerzitien macht und ihren Münster-Aufenthalt mit einem erhebenden Besuch im frisch renovierten Dom verbindet.

„Es ist ein wunderbares Raumerlebnis “, so beschreibt der Militärpfarrer am Standort Münster, Andreas Ullrich, seine ersten Eindrücke. Er hat einige Soldaten zum Dom mitgenommen hat, die ebenfalls staunend den Blick zu den hellen Gewölben erheben. „Wir haben den Dom schon vermisst“, meint der Militärpfarrer. Umso mehr freut er sich, dass der Soldatengottesdienst im April wieder in der Mutterkirche des Bistum stattfinden kann.

Wiedereröffnung des Doms

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Das viel zitierte „Raum­erlebnis“ kommt an diesem Tag nicht von ungefähr, denn die Bänke wurden eigens in den Kreuzgang geräumt. Doch die freie Fläche ist abgesperrt, und so promenieren die Besucher gegen den Uhrzeigersinn um das Hauptschiff herum, schauen, kommentieren, knipsen spontan oder fotografieren aufwendig mit Stativ. Domorganist Thomas Schmitz sieht an seinem Spieltisch nach dem Rechten, doch der Aufmunterung, etwas zu spielen, kommt er nicht nach. Gut eingepackt in Holzverschalung und Folie hat die Klais-Orgel, die erst heute wieder erklingen wird, den Staub der Großbaustelle überstanden. Noch wird am Rande gewerkelt: Bischofsgrablege, Seitenportal und Sakristei sind nicht zugänglich.

Während der eine das Licht lobt, kritisiert der andere die Lampen. „Mir hätten sandsteinfarbene Lichtspeier besser gefallen“, meint Stefan Oellig aus Mariendorf. Die Geschmäcker sind halt verschieden. „Der Gesamteindruck ist positiv“, fasst Architekt Schopmeyer die Stimmung zusammen.

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