Furcht vor Rotlichtbezirk
ISG hadert mit neuen Hochhaus-Plänen am Bahnhof

Münster -

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel befragt ihre Mitglieder zu dem geplanten Hochhaus-Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Metropolis-Kinos. Dort wollen die beiden münsterischen Architekten Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing nach jetzigem Stand ein 45 Meter hohes Wohn- und Geschäftshaus errichten.

Montag, 18.02.2013, 06:02 Uhr

Furcht vor Rotlichtbezirk : ISG hadert mit neuen Hochhaus-Plänen am Bahnhof
Foto: Deilmann Planungsgesellschaft

Weil aber die ursprünglich angedachte Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk offenbar nicht zustande kommt, betrachtet ISG-Vorstand Peter Cremer das Vorhaben nach eigenem Bekunden jetzt „mit größerer Sorge“. Seine Befürchtung: Sollten in dem geplanten Hochhaus tatsächlich 156 kleine Wohnungen entstehen, sei nicht ausgeschlossen, dass der Bereich in fünf oder zehn Jahren umkippen könne.

Es sei schade, wenn damit die Bemühungen der ISG Bahnhofsviertel für eine Aufwertung des gesamten Bereichs konterkariert würden, so Peter Cremer. Insbesondere hegt er die Sorge, dass in dem neuen Hochhaus später ein Rotlichtbezirk entstehen könnte. „Mit dem Studentenwerk hätte ich nicht das Problem, auch über ein Stadthaus würden wir uns freuen“, so der Hotelier.

Nach Auswertung der Umfrage unter den ISG-Mitgliedern, die bis zum 1. März läuft, erwägt man nach den Worten von Cremer, sich öffentlich zu positionieren: „Bislang haben wir uns neutral verhalten, aber jetzt stellt sich für uns eine neue Situation.“

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