Gremmendorfer planen mit
Bausteine für ein neues Zentrum

Münster-Gremmendorf -

Was soll aus dem Gelände rund um die York-Kaserne werden? Eine Frage, für die sich viele Gremmendorfer Bürger sehr interessieren. Nach dem Abzug der britischen Truppen aus der York-Kaserne konnten sich die Münsteraner bei einem „Tag der offenen Tür“ bereits anschauen, was sich auf dem Gelände überhaupt befindet. Für den städtebaulichen Perspektivplan zur Umnutzung sollen die Bürger ebenfalls stark einbezogen werden. Beim ersten Workshop am Samstag wurden grundlegende Ideen zusammengetragen.

Montag, 04.02.2013, 14:02 Uhr

Bürger planen die Zukunft der ehemaligen York-Kaserne. Jörg Faltin moderierte für das Büro FSW (kl. Bild).
Bürger planen die Zukunft der ehemaligen York-Kaserne. Jörg Faltin moderierte für das Büro FSW (kl. Bild). Foto: klm

Die zentrale Frage: Wie soll das zirka 50 Hektar große Areal in den Stadtteil integriert werden? Der Albersloher Weg sei eine Art Trennlinie gewesen, ohne dass die eine Seite – das Kasernengelände – direkt zum Stadtteil gehört habe, urteilten Teilnehmer.

Gremmendorf habe die Gelegenheit, das anzusiedeln, was bisher zu einem Ortskern gefehlt hätte, lautete sowohl das Fazit Jörg Faltins vom leitenden Planungsbüro FSW aus Düsseldorf als auch vieler Teilnehmer. Nach einer Ortsbesichtigung wurden in der Kantine der benachbarten Arbeiterwohlfahrt vier Gruppen gebildet. Die Zielrichtungen waren klar: Entstehen soll ein Zentrum in Verbindung mit neue Wohnungen, Büros, einem weiteren Lebensmittelmarkt, Einzelhandel, Freiraum und Naherholung. Ferner mit Verkehrsstrukturen, die den Bereich mit dem Stadtteil und der Innenstadt vernetzen. „Es ist ein Vorteil, dass der Beteiligungsprozess sehr früh startet. Anders als beim Hafenforum“, so Christian Schowe , Planungsamtsleiter und Mitglied der Empfehlungskommission. Die Teilnehmerzahl zeige zudem, „dass die Leute hoch motiviert sind, hier mitzumachen“. Rund 100 Anmeldungen hatte in etwa für die freien Plätze gepasst, so dass fast niemand auf die Teilnahme verzichten musste.

Als Bausteine für ein Zentrum wurden am Samstag unter anderem ein Ärztehaus, Grünflächen, ein öffentlicher Platz am Ort des bisherigen Exerzierplatzes mit Fußgänger- und Radfahrerbereichen genannt sowie kleinteilige Händlerangebote, darunter ein Fahrradladen und Boutiquen, aber auch ein Bürgerbüro .

Geeigneter Ort für einen Discounter und ein Ärztehaus sei der nördliche Geländebereich, also zur Trauttmansdorffstraße hin gelegen, hieß es. In Architektur und Gestaltung könne dieser Bereich „das Gesicht“ des Stadtteils in Richtung Innenstadt werden. Befürwortet wurde ferner der Erhalt des Militärkasinos als Gebäude sowie eines Teils der Sportplätze. Auch die Idee eines grünen „Englischen Gartens“ kam bei der Vorstellung im Abschlussplenum gut an. Aufgegriffen wurde eine bekannte Idee in Sachen Schallschutz: Der Albersloher Weg könnte abschnittweise tiefer gelegt werden. Das zweite offene Bürgerforum mit Vorstellung der Zwischenergebnisse findet am 14. März ab 18 Uhr bei Westfalenfleiß statt.

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