Letzter Blick hinter die Knastmauern
„Offene Tür“ in der Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße – aber nur für Besucher

Münster -

Aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist die Justizvollzugsanstalt (JVA) an der Gartenstraße. Sie ging 1853 in Betrieb und wuchs im Laufe der Jahrzehnte immer mehr in die Stadt hinein. Heute ist die Anstalt mit 528 Haftplätzen das zweitälteste, noch in Betrieb befindliche Gefängnis in Deutschland. Aus Anlass des „Geburtstages“ besteht für die Öffentlichkeit am 15. September (Sonntag) von 10 bis 17 Uhr von das letzte Mal die Gelegenheit, einen Blick hinter die Mauern zu werfen.

Montag, 25.02.2013, 08:02 Uhr

Letzter Blick hinter die Knastmauern : „Offene Tür“ in der Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße – aber nur für Besucher
Foto: Oliver Werner

Denn der Neubau der Anstalt ist beschlossen. Über das Schicksal der bestehenden Gebäude an der Gartenstraße ist zwar noch nicht entschieden, aber das Gefängnis an der Gartenstraße wird dann Geschichte sein, heißt es in einer Pressemitteilung der JVA. Die Justizvollzugsanstalt will die Gelegenheit nutzen, das Denkmal an der Gartenstraße allen Bürgern in seiner Einmaligkeit und Geschichte nahe zu bringen.

Durch den kompakten Sternbau ist sie lebendiges Beispiel für eine im 18. Jahrhundert entstandene, vielfach verwendete und auch heute noch bewährte Gefängnisarchitektur. Gleichzeitig soll gezeigt werden, wie ein Gefängnis funktioniert und wie die kleine Stadt hinter den Mauern organisiert ist.

Besichtigt werden können typische Teile des Innenbereiches, Hafträume und Arbeitsbetriebe. Die in der Anstalt tätigen Berufsgruppen präsentieren ihre Aufgaben, ein kleines Kriminalmuseum zeigt die Versuche der Gefangenen, in Freiheit zu kommen. Zudem besteht die Gelegenheit, einen Blick in verschiedene Gefangenentransportfahrzeuge zu werfen. Auch ein kleines Kinder-Programm gibt es.

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