Lückenschluss zwischen Medizin und Lebenswissenschaften
Wissenschaftsministerin Schulze weiht Nano-Bioanalytik-Zentrum ein

Münster - Wissenschaftsministerin Schulze hat in Münster nach knapp zweijähriger Bauzeit das Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ) in Münster eingeweiht. Das Zentrum, so die Hoffnung, werde weitere Unternehmen nach Münster ziehen und dafür sorgen, dass die Stadt als Nano-Standort in Europa ganz vorn stehe.

Montag, 18.02.2013, 20:02 Uhr

Lückenschluss zwischen Medizin und Lebenswissenschaften : Wissenschaftsministerin Schulze weiht Nano-Bioanalytik-Zentrum ein
NRW-Forschungsministerin Svenja Schulze kam zur Eröffnung des Nano- und Bioanalytik-Zentrums nach Münster. Foto: Matthias Ahlke

Der Fußboden im Erdgeschoss des neuen Gebäudes am äußersten westlichen Punkt der Mendelstraße ist absolut erschütterungsfrei. Positiv erschüttert war gestern dafür die Stimmung im Nano-Bioanalytik-Zentrum (NBZ), als das neue „Flaggschiff der münsterischen Wirtschaftsentwicklung“, so der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, Dr. Thomas Robbers , eröffnet wurde.

Im NBZ erhalten Unternehmen, die Nanotechnologie mit biologischen Materialien im Bereich der Medizin anwenden, die Infrastruktur, Produkte an den Markt zu bringen. Die teuren Analysegeräte und besagte Bauweise, die garantiert, dass bei Messungen keine Schwingung das Ergebnis verfälscht, sind für die meisten Unternehmen in der Anschaffung zu teuer. Im NBZ können Firmen als Mieter nun auf diesen Service zurückgreifen.

Eröffnung des Nano-Bioanalytik-Zentrums

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Vier Unternehmen und eine Abteilung des Universitätsklinikums, das die Biomaterialien für die Unternehmen liefert, sind Mieter im NBZ, das damit bei seiner Eröffnung bereits zu 66 Prozent ausgelastet ist. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze freut sich über den Erfolg des Projekts in ihrer Heimatstadt. Die Planung des NBZ hat sie vor ihrer Berufung zur Ministerin noch als Aufsichtsratsvorsitzende der Wirtschaftsförderung begleitet.

Das Land hat den Bau der Berliner Architektengruppe Staab, die in Münster auch den Neubau des Landesmuseums geplant hat, mit 3,8 Millionen Euro unterstützt, von der Europäischen Union kommen 6,4 Millionen. Stadt Münster und Wirtschaftsförderung haben beim insgesamt 16,2 Millionen teuren Bau des NBZ jeweils 1,5 Millionen Euro investiert. Die Lücke von drei Millionen decken in den nächsten Jahren die Mieteinnahmen der Firmen. Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist das NBZ ein „glänzendes Beispiel für die erfolgreiche Allianz von Wissenschaft und Stadt“. Das Zentrum, so die Hoffnung, werde weitere Unternehmen nach Münster ziehen und dafür sorgen, dass die Stadt als Nano-Standort in Europa ganz vorn stehe.

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