Narrenvorlesung im Schnelldurchlauf
Unakademische Scherzrede von Prof. Dr. Eckhard Freise

Münster -

„O Tempora, o Mores („O Zeiten, o Sitten”) – oh Times, oh Daily Mirror. Eine vergnüglich bebilderte Sittengeschichte über Narren und Naseweise zwischen Antike und Postmoderne“. So lautete das Thema der von Prof. Dr. Eckhard Freise selbst bezeichneten „unakademischen Scherzrede“ in der Aula des Schillergymnasiums. In nur 60 Minuten eilte der Historiker vor rund 90 Besuchern mit Sarkasmus und Ironie vom Altertum zur Neuzeit.

Donnerstag, 21.02.2013, 12:02 Uhr

Narrenvorlesung im Schnelldurchlauf : Unakademische Scherzrede von Prof. Dr. Eckhard Freise
Prof. Dr. Eckhard Freise aus Münster war der erste Millionen-Gewinner bei "Wer wird Millionär?". Foto: dpa

Organisiert wurde der Vortrag von dem Verein „Alte Sprache für junge Leute“. Nach kurzer Einführung durch das Vereinsmitglied Dr. Ingo Stöckmann , begann der Professor selbstironisch seine „ Narrenvorlesung 2013“. Ob Religion, Politik, Medien, Kunst, Geschichte, Philosophie oder einfach nur Prominenz. In Hochgeschwindigkeit brach Freise die ursprünglichen Bedeutungen von Themen und präsentierte diese bildbegleitend auf sarkastische und oftmals frivole-unsittliche Art neu. So wurden im Sinne des Spiegels der Zeit nicht selten Vergleiche und Parallelen aufgezeigt.

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Freise eilte mit Sarkasmus und Ironie vom Altertum zur Neuzeit.

Ein stichelndes „Bild dir deine Meinung – Spiegel bis zur Bildzeitung “ als Abschlusskommentar zu mittelalterlichen Fürstenspiegeln, der „empathischen Selbstspieglung der modernen Beauty“, so Freise und dem Magazin „Der Spiegel“ war nur eines von wenigen Wortspielereien. Als Fürstenspiegel des Altertums ist eine belehrende Schrift an den Fürsten zu bezeichnen, die dessen Tugenden und Grundsätze des richtigen Regierens und Handelns darlegt.

Freise wurde 2000 schlagartig berühmt, nachdem er bei „Wer wird Millionär“ als Erster eine Million D-Mark gewann. Sich selbst bezeichnet der Universitätsprofessor aus Wuppertal jedoch nicht als prominent. Ganz im Gegensatz zu „Merkholland“ und „Merkozy“. Natürlich durfte bei satirischen Bemerkungen zu Guttenberg und Schavan, Brüderle und dem zügellosen Schiller, Griechenland, Deutschland und dem Euro, Napoleon und Sarkozy, Merkel und Germania, der sarkastische Loriot nicht fehlen.

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