Paulus-Dom in neuem Licht
Bischofskirche strahlt nach 15-monatiger Renovierung in hellen Farben

Münster -

Das Bistum Münster rüstet sich zur Rückkehr in seine Bischofskirche: Nach 15-monatiger Renovierungszeit präsentiert sich die mächtige Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert in hellen, frischen Farben. Am übernächsten Samstag, dem 16. Februar, wird der Paulus-Dom mit einer Pontifikalvesper um 15 Uhr wiedereröffnet. „Jeder, der kommen möchte, ist dazu eingeladen“, betonte der verantwortliche Hausherr des Domes, Josef Alfers. Er steht als Dompropst noch bis Mai an der Spitze des Domkapitels

Mittwoch, 06.02.2013, 18:02 Uhr

Blick ins strahlende Mittelschiff des Paulus-Doms in Münster. Der Baumberger Sandstein wirkt wie neu.
Blick ins strahlende Mittelschiff des Paulus-Doms in Münster. Der Baumberger Sandstein wirkt wie neu. Foto: Jürgen Peperhowe

„Wir sind allen dankbar, die am Dom mitgearbeitet haben“, hob der Dompropst gestern bei einer ersten Besichtigungsrunde mit Journalisten in Münster hervor. Dankbar zeigte sich der Dompropst zusammen mit Dombaumeister Georg Wendel vor allem deshalb, weil der Zeitplan trotz mancher Komplikationen wegen verfärbter Kupferblechplatten am Dach und notwendiger archäologischer Sicherungsgrabungen nur geringfügig überschritten wurde; und glück­lich vor allem darüber, dass die Arbeit am Bau weitgehend komplikationslos und einträchtig über die Bühne ging und damit auch die Kosten von rund 14 Millionen Euro im Rahmen blieben.

Sanierung des Doms ist fast abgeschlossen

Münsters Paulus-Dom bekam in den ersten Monaten der Sanierungsphase ein komplett neues, 5500 Quadratmeter umfassendes Kupferdach.

Daten zum Bau

Gesamtbauzeit: 7. 6. 2010 bis 15. 2. 2013.
Beteiligt waren 15 Büros und 51 Handwerksbetriebe mit 350 Mitarbeitern.
Neue Dachflächen: 5500 Quadratmeter.
Aufgefrischte Wand- und Gewölbeflächen: 10 000 Quadratmeter.
Installierte Kabel: 24 Kilometer.
Gesamtkosten: rund 14 Millionen Euro.

...

Neben der Säuberung und farblichen Neufassung der Decken, Wände und Kunstwerke im Dom musste vor allem die Technik im Dom erneuert werden. Dazu gehört eine energiesparende Erdwärmeheizung, eine moderne LED-Beleuchtung und eine neue Mikrofonanlage.

Die Beleuchtung, bestehend aus „Lichtspeiern“ und Strahlenkränzen, sorgt für helles Licht. Die digitale Lautsprecheranlage wurde neu konzipiert und auch für Hörgeschädigte auf den neuesten Stand gebracht. Am Uhrenportal befindet sich jetzt ein behindertengerechter Zugang. Der Glockenstuhl wurde aus Eichenholz neu gezimmert. Die Steuerung von Licht, Mikros und Glocken erfolg von einer Leitstelle in der Sakristei aus.

Am Freitag, 15. Februar, wird der Dom für alle Besucher von 9 bis 12 Uhr offenstehen. Da noch einmal alle Bänke ausgeräumt werden, ist ein ganz neuer Blick auf die frisch renovierte Bischofskirche und ihre Kunstwerke möglich. 

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Zwei Fragen an: Diözesanbaumeister Georg Wendel

Wie lange hat das Bistum Münster jetzt Ruhe bis zur nächsten Domrenovierung?

Georg Wendel: Die letzte Komplettsanierung fand Mitte der 1980er Jahre statt. Wir gehen davon aus, dass der Dom jetzt für ein Intervall von 25 bis 30 Jahren so bleiben kann.

Wurde die Orgel auch auseinandergebaut?

Georg Wendel: Die Orgel wurde nur teilweise abgebaut, weil wir die Fenster dahinter thermisch verbessert haben, sodass kein Schimmelbefall mehr droht. In ein, zwei Jahren werden wir die Orgel komplett reinigen.

Sanierungsarbeiten des Doms auf der Zielgeraden

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