Weniger Sonne, mehr Wind
FDP-Politiker Christian Lindner referierte bei „Markomannen“

Münster -

Der Flieger hatte 30 Minuten Verspätung, aber Christian Lindner holte die Zeit am Dienstagabend während seines dynamischen Vortrages bei den „Markomannen“ wieder auf. Mehr als 100 Zuschauer erlebten einen rhetorisch versierten Vorsitzenden des Landesverbandes der FDP. Der 34-Jährige referierte auf Einladung der Katholischen Studentenverbindung „Markomannia“ nicht vom Rednerpult aus, sondern inmitten der Zuschauerreihen frei von der Leber weg.

Donnerstag, 07.02.2013, 08:02 Uhr

Lindner (l.) referierte bei den Markomannen.
Lindner (l.) referierte bei den Markomannen. Foto: pesa

Die EU in Brüssel verglich er mit einem „Marmorkuchen“, bei dem alle mitmischen würden. Lindner plädierte für die EU als „Schichttorte“, bei er es klare Zuständigkeiten gebe. Für die Stabilität Europas brauche es noch zehn Jahre, aber nur, wenn alle in die Pflicht genommen würden.

Der Mittelstand müsse als Gradmesser des Wohlstands mehr gefördert werden, forderte Lindner, „damit nicht jeder Mittelständler in Deutschland Russe wird“. Applaus. Heftig warnte er vor der „Austrocknung des Gymnasiums“ und vor „Schulformen vom Reißbrett“ – sonst gebe es bald gute Bildung nur noch als privat bezahlte Bildung. Er lobte Münster für die Vielzahl und die Stärke seiner Gymnasien.

Christian Lindner sprach sich gegen mehr Solarenergie und für eine größere Nutzung von Wind, Wasser und Biogas aus. „Photovoltaik ist in Deutschland so günstig wie eine Ananaszucht in Alaska.“

Nur bei einer Sache kam der dynamische Christian Lindner ins Straucheln. Als ihn ein Zuhörer fragte, warum die FDP so an Zugkraft verloren habe, konnte der Politiker nur Allgemeinplätze bemühen.

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