Grelle Blumenfarben sind der neue Trend für Balkon und Garten
Türkis, grün und pink – es schreit nach Frühling

Münster -

Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres sind für Blumenfreunde wie ein Weckruf: Mit bunten Blumen aus dem Gartenmarkt wollen sie den Winter endgültig vertreiben. Zu den Frühlingsklassikern für Balkon, Terrasse und Garten zählen neben Narzissen und Tulpen auch Hyazinthen, die aus ihren sternförmigen Einzelblüten den berauschenden Duft des nahenden Frühlings verströmen.

Mittwoch, 06.03.2013, 19:03 Uhr

Da blüht was zusammen (v.l.): Patrick Brillert, Heike Dellbrügge und Ronda Bergmann vom Gartenbaubetrieb Schrieverhoff mit einer bunten Pflanzenauswahl.
Da blüht was zusammen (v.l.): Patrick Brillert, Heike Dellbrügge und Ronda Bergmann vom Gartenbaubetrieb Schrieverhoff mit einer bunten Pflanzenauswahl. Foto: Oliver Werner

Kreisgärtnermeister Martin Dahlmann ist in dieser Woche kaum an die Strippe zu bekommen. In seinem Gartenfachbetrieb in Hiltrup , den er zusammen mit seiner Frau Anke betreibt, stehen die Kunden derzeit Schlange. Oder, um es mit den Worten des Fachmanns zu sagen: „Hier ist die Hölle los.“ Mit den ersten Sonnenstrahlen des Jahres hat der Run auf die Gartenbaubetriebe eingesetzt. „Die Menschen sehnen sich nach der langen Winterzeit nach Wärme, Garten und frischen Farben.“

Die Farben des Frühlings

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  • Patrick Brillert, Heike Dellbrügge und Ronda Bergmann (v.l.) vom Gartenbaubetrieb Schrieverhoff mit einer bunten Pflanzenauswahl.

    Foto: Oliver Werner
  • Tulpen gehören zu den Klassikern unter den Frühlingspflanzen.

    Foto: Oliver Werner
  • Zu den Frühlingsklassikern für Balkon, Terrasse und Garten zählen auch Hyazinthen, die aus ihren sternförmigen Einzelblüten den berauschenden Duft des nahenden Frühlings verströmen.

    Foto: Oliver Werner
  • Viele Veilchen sind Frühjahrsblüher. Wenn man sie an ihrem Standort beläßt statt sie im Mai zu entsorgen, wie das meistens geschieht, blühen sie bis in den Sommer hinein.

    Foto: Oliver Werner
  • Anemonen sind robuste und pflegeleichte Blütenstauden.

    Foto: Oliver Werner
  • Margeriten sind beliebte Zierpflanzen, die als Garten- oder Kübelpflanzen eingesetzt und als Schnittblumen verkauft werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Ranunkeln, mit botanischem Namen "Ranunculus asiaticus", gehören zu den blühenden Vorboten des Sommers. Ursprünglich war sie in Vorderasien beheimatet.

    Foto: Oliver Werner
  • Von Frühjahr bis Winter stehen Kamelien an einem windgeschützten, halbschattigen Platz auf der Terrasse optimal.

    Foto: Oliver Werner

Heinz Schrieverhoff ist für den Andrang gewappnet: In den Treibhäusern seines Betriebes am Kappenberger Damm warten mehrere Zehntausend Pflanzen auf Kundschaft. Allein an Primeln und Stiefmütterchen, die Frühlingsklassiker, hat er jeweils mehr als 20 000 Exemplare. Schrieverhoff: „Damit starten Blumenliebhaber ins Pflanzjahr.“

Die Auswahl ist natürlich deutlich größer: vorgetriebene Narzissen und Tulpen – klar. Sehr beliebt sind aber auch Perlhyazinthen. Dahlmann: „Die gibt es in blau, hellblau und weiß.“ Die von Botanikern als „Muscari“ bezeichnete Pflanze lasse sich hervorragend mit dem kleinblütigen Horn-Veilchen („Viola cornuta“) kombinieren. Die Blüten sind häufig violett oder lila gefärbt, es gibt sie aber auch in weiteren rund 40 Farbvariationen. „Kombiniert man diese beiden Blumen noch mit einem alten Ast von seinem Apfel- oder Birnenbaum“, so Martin Dahlmann“, „hat man ein tolles Arrangement für Terrasse oder Balkon.“ Sollte es in den nächsten Tagen abends noch frostig werden, empfiehlt es sich, die Pflanzen in eine geschützte Ecke zu stellen oder mit Vlies abzudecken, rät der Gärtner.

Wer in seinem Garten einen Rasen hat, sollte jetzt die Grunddüngung vornehmen, ihn also kalken, rät Dahlmann. Der erste Schnitt („nicht zu tief“), je nach Temperatur, folgt dann Ende März bis Anfang April. Gut zwei Wochen später könne dann gedüngt werden. Auch für den Rückschnitt der Rosen sei es jetzt an der Zeit.

Und was sind die Farbtrends des Jahres? „Es wird farbenfroh in diesem Sommer“, verrät Dahlmann. „Gerade junge Leute wollen Farbe in ihrem Garten haben. Türkis, grün und pink – Schreifarben sind gefragt.“

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