Keine Klage gegen die Stadt
Fall erledigt – aber mit „Beigeschmack“

münster -

Nach dem Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht ist für den Handorfer Vater klar: Eine Klage ist aussichtslos. Er wollte die Übernahme der Schulbuskosten für seinen Sohn erstreiten, musste sich aber erläutern lassen, dass das Gericht dafür keinen Spielraum sieht.

Mittwoch, 20.03.2013, 11:03 Uhr

Symbolbild Schulbus
Symbolbild: Ein Vater aus Handorf wollte die Übernahme der Schulbuskosten für seinen Sohn erstreiten, gibt jetzt aber auf. Foto: Colourbox

Für Ralf Heyer ist der Fall erledigt. „Leider“, bedauert er. „Wir werden nicht klagen“, steht für den Handorfer gestern nach dem Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht fest. Was nicht bedeutet, dass er „kapituliert“. In der Sache, so sagt der Vater zweier Söhne, sei seine Sicht der Dinge unverändert: „Aber die Gesetzeslage lässt dem Gericht wohl keinen Spielraum.“ Deshalb wolle er Zeit und Kosten nicht unnötig strapazieren. Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Tatsache, dass die Stadt Münster die Schulbusfahrkarte für Sohn Tom nicht zahlen will. Und, so wurde der Vater gestern im Erörterungstermin noch einmal belehrt, auch nicht muss. Denn der Schulweg beträgt etwa 1650 Meter, erst ab 2000 Meter ist die Stadt verpflichtet, die Kosten zu tragen.

Aber, wendet der Handorfer ein, dabei werde nicht die Beschaffenheit des Schulweges berücksichtigt. Und der führe aus dem Neubaugebiet vom Telgenweg zur Matthias-Claudius-Schule durch Bereiche, wo man einen Grundschüler nicht allein lassen sollte. Sein älterer Sohn habe die so genannte „goCard“ auch noch bekommen . . .

Die Familie wird die Kosten – es geht um jährlich rund 220 Euro – nun selbst übernehmen. Aber Ralf Heyer hofft noch immer – auch für andere – dass sich mal die Politik vor Ort einschaltet: „Es geht um unsere Kinder.“ Demnächst, so befürchtet er, würden Kinder sonst einfach auf die weiter entfernte Schule geschickt.

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