Liste mit Standort-Vorschlägen soll im Mai vorliegen
Neubau der JVA in Münster: Grundstück für Gefängnis in Sicht

Münster -

Die Suche nach einem Grundstück für den Neubau der Justizvollzugsanstalt geht in die entscheidende Phase. Im Mai oder Juni soll den politischen Gremien eine Liste mit möglichen Standorten vorgelegt werden. Das NRW-Justizministerium will möglichst bald mit dem Bau beginnen.  

Samstag, 30.03.2013, 17:03 Uhr

Vor 160 Jahren wurde die Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße eingeweiht. Sie soll nun durch einen Neubau ersetzt werden. Wo, ist allerdings unklar.
Vor 160 Jahren wurde die Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße eingeweiht. Sie soll nun durch einen Neubau ersetzt werden. Wo, ist allerdings unklar. Foto: ms

Die Suche nach einem Grundstück für den Neubau der derzeit noch an der Gartenstraße ansässigen Justizvollzugsanstalt (JVA) befindet sich offenbar auf der Zielgeraden. Wie Stadt-Sprecher Joachim Schiek am Donnerstag berichtete, soll den politischen Gremien „im Mai oder Juni“ eine Liste mit mehreren Vorschlägen vorgelegt werden. „Aktuell läuft die Standortsuche noch“, so Schiek.

Das Düsseldorfer Justizministerium bestätigte, dass am Dienstag „mehrere Grundstücke“ in Münster von Vertretern von Stadt, Land und Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW in Augenschein genommen wurden. Der BLB wird die neue JVA errichten und anschließend an das Land vermieten. An dem Tag, an dem der Mietvertrag beginnt, endet automatisch der Mietvertrag für die alte JVA, betont Ministeriums-Sprecher Peter Marchlewski .

Dass das neue Gefängnis nach Handorf kommt, ist nach seinen Worten ausgeschlossen. Immer wieder war das Gelände der Lützow-Kaserne als heißer Anwärter für einen Neubau gehandelt worden – „doch bei uns war die Kaserne nie als Standort im Gespräch“, sagt Marchlewski. Und auch ein weiterer Standort ist nach Informationen unserer Zeitung aus dem Rennen – ein Grundstück unweit der Provinzial Versicherung, das der Heereman‘schen Immobilienverwaltung gehört.

In Düsseldorf war erst kürzlich eine neue JVA für 180 Millionen Euro errichtet worden. Der Neubau in Münster dürfte ähnlich teuer werden. Indes: „Eine JVA zu bauen, ist gar nicht so einfach“, sagt Ministeriums-Sprecher Marchlewski. Das Grundstück muss nicht nur groß, sondern auch gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden sein. Von gebührendem Sicherheitsabstand zur Umgebung ganz zu schweigen. Er betont, dass die Entscheidung im Einvernehmen mit allen Beteiligten getroffen werden soll. Einen Termin für den Baubeginn gebe es noch nicht, „wir hoffen allerdings, dass es so schnell wie möglich losgeht“, sagt Marchlewski.

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