Turm ist weithin sichtbar
Violettes Fastenlicht leuchtet an Heilig-Kreuz-Kirche

Münster -

Im Turm von Heilig Kreuz in Münster leuchtet seit Beginn der Fastenzeit ein violettes Licht. Die Idee für das ungewöhnliche Licht hatte Pfarrer Thomas Frings.

Dienstag, 05.03.2013, 13:03 Uhr

Weit sichtbar ist die Fastenlichtinstallation im Turm der Kreuzkirche.
Weit sichtbar ist die Fastenlichtinstallation im Turm der Kreuzkirche. Foto: Matthias Ahlke

Normalerweise tauchen die Kreuzkirche und ihr Turm an der Hoyastraße in ein sattes, gelbliches Licht ein. Seit Aschermittwoch bleiben die gewöhnlichen Strahler aber dunkel, dafür sorgt plötzlich hoch oben vom Turm ein violettes Licht für Aufsehen. Die Idee für diese ungewöhnliche Ausstrahlung hatte Pfarrer Thomas Frings .

Kunst ist ohnehin das Steckenpferd des Hausherrn, der zugleich auch Kunstbeauftragter des Bistums ist. Vieles setzt Frings in seiner eigenen Gemeinde um. Wenn es beispielsweise darum geht, dass Gemeindemitglieder ihre eigenen Stühle und Sessel in die Kirche schleppen, die dafür von Bänken befreit wurde. Frings war begeistert.

Die Fastenzeit-Installation ist ein neuer Hingucker in seiner Gemeinde. „Vielleicht erreichen wir damit auch Menschen, die wir sonst nicht erreichen können“, sagt Pastoralreferent Daniel Drescher und spricht von einer „super Resonanz“. Das lila Licht im Turm ist weit sichtbar.

Thomas Frings hatte die Idee dafür – Bernhard Mensen kletterte dafür bis in die Turmspitze. Für den Architekten, der seine Kirche kennt, war das an sich kein Problem. Aber: „Das war ganz schön anstrengend“, zieht er Bilanz. In den kommenden Tagen steht Mensen eine zweite Kletterpartie bevor, denn die Zeitschaltuhr für die LED-Lichter hoch oben in den Fenstergewändern will nicht so, wie er sich das wünscht. Eigentlich, sagt Mensen, sollte die Installationen in allen vier Himmelsrichtungen von 18 Uhr abends bis 1 Uhr nachts leuchten und von fünf bis sieben Uhr morgens.

Es sind nicht nur die Strahler ausgegangen, sondern an anderer Stelle sei etwas angegangen, beschreibt Thomas Frings das neue Licht in der obersten Turmkammer.

Der Pfarrgemeinderat habe sich überlegt, in der Fastenzeit ein weithin sichtbares Zeichen zu setzen und die Kirche bis zur Osternacht nicht anzustrahlen. Stattdessen erstrahlt an höchster Stelle die Farbe, die diese geprägte Zeit ausmacht: das Violett, betont Frings. Und jetzt stelle man sich vor, sagt der Hausherr, überall in der Stadt würde in der Fastenzeit keine Kirche mehr angestrahlt. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber viele Menschen würden es bemerken und die Fastenzeit würde vielleicht so präsent wie selten.

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