Aktionstag für wissenshungrige „ältere Semester“
Wo Männer und Frauen anders ticken

Münster -

Männer und Frauen passen nicht zusammen, hat der Humorist Loriot einmal festgestellt. „Stimmt“, würde Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer beipflichten. Die Hinforscherin wird in ihrem Vortrag beim vierten Alternativtag nachweisen, dass das „Anders ticken“ von Männern und Frauen auch bei der ärztlichen Behandlung eine Rolle spielen sollte.

Freitag, 12.04.2013, 16:04 Uhr

Wo und warum Frauen und Männer anders ticken, erläutert Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer (M.) auch an einem lustigen blauen Gehirnmodell. Bernadette Spinnen (l.) und Dr. Marianne Ravenstein (r.) erwarten am 22. Mai 500 Teilnehmer. 
Wo und warum Frauen und Männer anders ticken, erläutert Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer (M.) auch an einem lustigen blauen Gehirnmodell. Bernadette Spinnen (l.) und Dr. Marianne Ravenstein (r.) erwarten am 22. Mai 500 Teilnehmer.  Foto: uwa

Nur ein klein wenig lässt sich Prof. Dr. Bettina Pfleiderer in die Karten schauen: „Bei behandelnden Ärztinnen geben Männer viel weniger Schmerzen zu als gegenüber Ärzten“, berichtet die Hirnforscherin am Institut für Klinische Radiologie. Wo Männer und Frauen sonst noch „anders ticken und warum“, erläutert sie erst am 22. Mai beim vierten Alternativtag in der Aula am Aasee .

Bei der Veranstaltung für Neugierige über 50 ist ihr Vortrag „Patientin, Patient, Ärztin, Arzt – kleine Unterschiede mit großer Wirkung!“ Höhepunkt des akademischen Vormittagsprogramms. Sie wolle mit ihrer Forschung dazu beitragen, dass die „personalisierte Medizin“ in die Lehre einfließe, sagt Pfleiderer. Eine weitere verblüffende Erkenntnis: Männer verspürten bei einem Herzinfarkt die klassischen Symptome wie in den Arm ausstrahlende Brustschmerzen. Frauen empfänden eher ein orthopädisches Problem – und kämen deshalb erst später in die Arztpraxis. Allgemein, so die Medizinerin, gelte aber: „Männer sind Präventionsmuffel.“

Der Alternativtag ist Teil des Programmangebots für die rund 2000 Menschen zwischen 40 und 90 Jahren, die pro Semester einen Gasthörerstatus an der Universität genießen. Dabei wollen sie ihr Wissen überwiegend in Theologie und Geschichte, Kunstgeschichte, Medizin und speziell auf sie zugeschnittenen Themen ohne Stress mehren. „Dieses erfolgreiche Angebot gibt es sonst nirgendwo“, sagt die Prorektorin für studentische Angelegenheiten, Dr. Marianne Ravenstein , stolz.

Mit Studiengebühren von 100 Euro finanziere das „Studium im Alter“ seine eigenen Programme praktisch selbst. Den fast 40 000 „richtigen“ Studenten nähmen die Teilnehmer somit keinen Platz weg, betont die Prorektorin.

Für Bernadette Spinnen passt der Alternativtag in das Marketing-Konzept „Forever young“, denn: „Jugendlichkeit hat mit Neugierde zu tun“, sagt die Leiterin der städtischen Tourismuszentrale. Der Erfolg des Tages liege in der programmatischen Verbindung von Wissenschaft und Stadt. So können die Besucher nach dem Essen in der Mensa die Stadt bei drei Themenrundgängen kennenlernen.

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