Gärtner geben am Sonntag Tipps
Der Weg zu blühenden Oasen

Münster -

Kein Frühling. Keine Frühlingsblüten. Da setzen die Gärtner jetzt auf einen bunten Sommer. Sonntag (28. April) geben sie NRW-weit Tipps für den Garten.

Freitag, 26.04.2013, 13:04 Uhr

Sommerblumen wie Geranien, Margeriten, Dipladenien (r.), Zauberschnee oder Husarenknöpfchen empfehlen Kreisgärtnermeister Martin Dahlmann (l.) sowie Anne und Sebastian Mühlenbeck (r.) für eine pflegeleichte Beet- oder Balkonbepflanzung.
Sommerblumen wie Geranien, Margeriten, Dipladenien (r.), Zauberschnee oder Husarenknöpfchen empfehlen Kreisgärtnermeister Martin Dahlmann (l.) sowie Anne und Sebastian Mühlenbeck (r.) für eine pflegeleichte Beet- oder Balkonbepflanzung. Foto: hö

Der Frühling ist für die Gartenbaubetriebe de facto ausgefallen – viele Frühlingsblüher landeten auf dem Kompost. Jetzt richten die Gärtnereien angesichts der steigenden Temperaturen alles fürs große Sommergeschäft her. Am Sonntag (28. April) geben die Betriebe am NRW-weiten Tag der offenen Gärtnerei Einblicke in ihre Gewächshäuser, geben Pflanz- Pflege- und Gestaltungstipps.

Blühende und duftende Oasen können selbst auf kleinstem Raum eingerichtet werden, demonstrierte am Donnerstag Kreisgärtnermeister Martin Dahlmann im Pflanzen-Center Mühlenbeck in Gievenbeck . Es gehört zu jenen münsterischen Betrieben, die am Sonntag von 10 bis 17 Uhr mit einem Rahmenprogramm für die gesamte Familie Lust auf Blumen, Gartenarbeit und Sommer machen.

Der Kreisgärtnermeister macht übrigens bei der privaten Gärtnerei mehrere Trends aus. Nach zahllosen Lebensmittelskandalen in den letzten Jahren seien viele Pflanzenfreunde dazu übergegangen, selbst auf dem Balkon Gemüse anzubauen. Tomaten, Minischlangengurken, Erdbeeren in Hängeampeln oder Paprika – „dies lässt sich prima auf dem Balkon ziehen“, unterstreicht Anne Mühlenbeck. Gleiches gelte für frische Kräuter wie Zitronenminze für den Tee, Rosmarin, Thymian oder Basilikum für mediterrane Gerichte. Um auch Kinder für Natur und Pflanzen zu begeistern, zeigt Anne Mühlenbeck regelmäßig Kindergartengruppen, wie Schlangengurke & Co. gedeihen. Für das Bestäuben der Tomatenpflanzen lebt ein Hummelvolk in der kleinen Plantage. „Unsere günstigsten Mitarbeiter“, schmunzelt Sebastian Mühlenbeck.

Ebenso bunt wie die derzeitige Mode ist der Trend bei der Farbgestaltung für Beet und Balkon. „Kräftige Farben mit guter Leuchtwirkung“, bringt es Dahlmann auf den Punkt.

Wer es pflegeleicht liebt und trotzdem raffinierte Akzente setzen möchte, nehme Geranien als Basis und ergänze sie mit Schneeflocke (gibt es in blau, weiß, rosa oder pink), mit weißem Jasmin oder gelben Husarenknöpfchen. Pflegeleichte Pflanzenzüchtungen gibt es laut Dahlmann in vielen unterschiedlichen Farben. Die klassischen weißen Margeriten leuchten inzwischen auch in gelb oder pink. Und wer auf dem Balkon noch etwas zu naschen haben möchte, dem rät Anne Mühlenbeck, zwischen die Blumen rankende Erdbeeren zu setzen.

Über passende Pflanzsubstrate für Garten und Balkon informieren die Experten am Tag der offenen Gärtnerei ebenso wie über neue Kübelsysteme. Als Beispiel nennt Sebastian Mühlenbeck Fiberglaskübel: „Die sind leichter und eine gute Alternative zu Tongefäßen.“

Alles ist bereitet. Jetzt hoffen die Gärtnereien nur noch auf sommerliche Temperaturen.

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