Mensa-Treffen in Münster
Eine Reihe kluger Köpfe

Münster -

800 kluge Köpfe trafen sich in Münster: Bis Sonntag fand hier das Jahrestreffen des Hochbegabten-Vereins Mensa in Deutschland statt. Einige Mensa-Anwärter stellten sich am Samstag einem wissenschaftlich anerkannten IQ-Test.

Montag, 22.04.2013, 08:04 Uhr

In Kürze erhalten die Teilnehmer das Ergebnis ihres IQ-Tests per Post. Wer einen IQ von mehr als 130 erzielt hat, findet zudem einen Mitgliedsantrag für Mensa vor
Der Deutsche IQ-Preis ging in diesem Jahr an Florian Freistetter (l.) und Prof. Dr. Franz Porzsolt. Vergeben wurde der Preis von der stellvertretenden Vorsitzenden von Mensa Deutschland, Isabella Holz. Foto: kwi

Zwei von 100 Menschen sind hochbegabt. Wer sich traute, konnte am Wochenende testen lassen, ob er oder sie dazugehört. Die Mitglieder von Mensa in Deutschland (MinD) haben im Rahmen ihres Jahrestreffens in Münster einen wissenschaftlich anerkannten IQ-Test im Stadthotel durchgeführt. Lediglich vier Teilnehmer aus dem münsterischen Umland stellten sich den Fragen. Testleiter Timm Bauten vermutet, dass das Jahrestreffen und der Fokus auf eben diesem der Grund für die geringe Teilnahme war. Viele Menschen sind ohnehin verunsichert, wenn sie sich einem IQ-Test stellen. 800 Mensa-Mitglieder, die einem entgegenkommen, können da zusätzlich einschüchternd wirken.

Auch der 14-jährige John möchte unerkannt bleiben, er habe seinen Freunden noch nichts von seiner Teilnahme erzählt. Lediglich seine Eltern wissen Bescheid. Wie er sich vorbereitet habe? „Früh aufgewacht, ein Spiegelei gegessen und einen Riesenbatzen Dextro Energy eingepackt“, erklärt der junge Teilnehmer leicht verschmitzt und zeigt auf den Turm Traubenzucker in seiner Hand. Er würde sich freuen, Mensaner zu werden. Möglich ist das allerdings nur dann, wenn er im Test einen IQ von über 130 erzielt. In spätestens zwei Wochen erfährt er per Post, ob er sich zu den Hochbegabten zählen kann.

Zur Vorbereitung oder Einschätzung empfiehlt Testleiter Bauten den kostenlosen Online-IQ-Test auf der Website von Mensa. Hier können sich User durchklicken, erhalten einen Überblick über die Fragen und am Ende ein Ergebnis samt Einschätzung, ob es sinnvoll wäre, den Mensa-IQ-Test durchführen zu lassen.

Das Jahrestreffen in Münster war für MinD ein voller Erfolg. Der regionale Ansprechpartner für Mensa, Frank Golfels, hebt vor allem die starke Leistung des Organisationsteams hervor. Marc Stallony vom Orga-Team freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen, die ihn erreichen. Eine Mischung aus Vorträgen, Stadtführungen, geselligen Anlässen und sportlichen Angeboten, wie beispielsweise Gleitschirmfliegen, hat dazu beigetragen, dass neben weit angereisten Teilnehmern auch Mensaner aus Münster gefordert und überrascht werden konnten: „Mal was fürs Hirn, mal was fürs Herz und mal was für die Beine“, fasst Susanne Severin aus Münster zusammen.

Die Lehrerin ist seit fast zehn Jahren Mensa-Mitglied, liebt ihre Stadt und freut sich darüber, dass sich Münster von seiner besten Seite präsentieren konnte – inklusive Wetter mit blauem Himmel.

Bei einem Gala-Dinner im Mövenpick Hotel am Aasee hat MinD den Deutschen IQ-Preis verliehen, und zwar an: Florian Freistetter (Science-Blogs) und Prof. Dr. med. Franz Porzsolt (u. a. „Grundlagen der Klinischen Ökonomik“).

Für beide war es überraschend, aber sie sind stolz auf ihre Auszeichnung und freuen sich über die Stimmen, hinter denen viele intelligente Wähler stecken.

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