Messe „Teddybär Total“
Kuscheltiere aus der Kindheit

Münster -

Die ewige Liebe zu den Bären trieb die Besucher der 19. Messe Teddybär Total an zwei Tagen in die Halle Münsterland. Dort zeigten 270 Aussteller aus 23 Nationen ihre ganz eigenen Interpretationen der Kuscheltiere aus der Kindheit.

Sonntag, 28.04.2013, 17:04 Uhr

Die Lu-La-Bären von Egon Schneider (oben) sind ganz individuelle Spielgesellen, die man mit ihren Stupsnasen einfach lieb haben muss. 280 Aussteller zeigten bei der Teddybär Total ihre individuellen Entwürfe der kuscheligen Stofftiere.
Die Lu-La-Bären von Egon Schneider (oben) sind ganz individuelle Spielgesellen, die man mit ihren Stupsnasen einfach lieb haben muss. 280 Aussteller zeigten bei der Teddybär Total ihre individuellen Entwürfe der kuscheligen Stofftiere. Foto: jvg

So ein Teddy hält ganz schön was aus. Hat man ihn nicht als Kind nachgeschleift, in den Sandkasten gesetzt und so lange beschmust, bis das geduldige Fell ganz dünn gerieben war? Die ewige Liebe zu den Bären ist es, die die Besucher der 19. Messe Teddybär Total an zwei Tagen in die Halle Münsterland trieb.

Dort warteten über 10 000 Exemplare, zottelig, verspielt, riesengroß oder streichholzschachtelklein, auf ein neues Herrchen oder Frauchen. Rund 270 Aussteller aus 23 verschiedenen Nationen präsentierten dabei ihre ganz eigenen Interpretationen der Kuscheltiere aus der Kindheit.

„Die Liebe zu Teddybären hat man als Kind schon buchstäblich in die Wiege gelegt bekommen“, sagt Jan Schönberg von der Teddybär Total. Der deutsche Teddy ist nach wie vor klassisch, bekommt aber immer modernere Gesichter. Wie die Lu-La-Bären von Egon Schneider . Die haben lange Nasen, zottelige Locken und gucken lustig drein. Schmusen erlaubt! Das gilt längst nicht für alle Teddys. Einige Exemplare sind wahre Kunstwerke und bewegen sich in einer Preisklasse von mehreren Hundert Euro.

Wer liebt, der sammelt Bären – aus Asien zum Beispiel. Die sind verspielt und kommen in schrillen, bunten Farben daher. Russische Gesellen haben eher einen fast schon melancholischen Ausdruck, mit bewussten Flicken aus Stoffresten. Und dann gibt es noch holländische Bären aus der Dose. Hans Rademaker hatte die Idee, Füllmaterial, Stoff und Schnittmuster verschiedener süßer Mini-Bären einzudosen. Der Bär zum Selberbasteln und Verschenken – ein zukünftiger Renner in der Bärenwelt.

Teddy-Mamis und -Papis entwerfen ihre Lieblinge immer öfter selber. Material für jede Art tapsiger Gesellen, ob bunt, flauschig oder pelzig, gab es in Hülle und Fülle. Echte Liebhaber haben es ohnehin auf die immer gleiche Erscheinung abgesehen.

„Ich habe das Sofa, die Treppe, das Hundekörbchen und die Schränke voll mit Bären sitzen“, gab Sammlerin Mechthild Bolle schmunzelnd zu. Aussteller Egon Schneider, der seit 15 Jahren Bärenvater ist, hat selbst zu Hause kein einziges Tier rumsitzen. „Ich habe ja die Schnittmuster, ich kann mir jederzeit einen Bären machen“, erklärt Schneider, der lieber Teddys für andere herstellt. Ohne Leidenschaft gehe es jedoch nicht.

Das gilt übrigens für alle Besucher und Künstler der Messe, die die Kuscheltiere ihrer Kindheit neu entdecken. Meister Petz muss man einfach lieben.

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