Preußen-Stadion
SPD sagt Ja zur Sanierung – aber Nein zur Nieberdingstraße

Münster -

Der SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung und seine Stellvertreterin Gabriele Kubig-Steltig teilen mit, dass sie 424 000 Euro für die Sanierung, die in der vergangenen Ratssitzung nach internen Querelen gesperrt wurden, wieder frei geben möchten. Da auch die CDU diesen Schritt favorisiert, ist eine Mehrheit in der Ratssitzung am 17. April sicher.

Mittwoch, 10.04.2013, 14:04 Uhr

Sanierungsarbeiten im Preußen-Stadion
Archivbild: Rücken an der Hammer Straße bald wieder die Bagger an? Die SPD wird dem Sanierungskonzept der Stadtverwaltung zustimmen. Foto: Jürgen Peperhowe

Für 2013 ist der Sanierungsplan für das Preußen-Stadion an der Hammer Straße in trockenen Tüchern. Bei einem Pressegespräch teilten am Dienstag der SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung und seine Stellvertreterin Gabriele Kubig-Steltig mit, dass sie 424 000 Euro für die Sanierung, die in der vergangenen Ratssitzung nach internen Querelen gesperrt wurden, wieder frei geben möchten. Da auch die CDU diesen Schritt favorisiert, ist eine Mehrheit in der Ratssitzung am 17. April sicher.

Gabriele Kubig-Steltig (SPD)

Gabriele Kubig-Steltig (SPD)

1,8 Millionen Euro Gesamtkosten

Nicht sicher ist für die SPD indes, ob der Rat sogleich auch 627 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2014 freigeben soll. Diesen Betrag jedenfalls hat die Stadtverwaltung in den entsprechenden Ratsbeschluss hineingeschrieben.

Die SPD favorisiert für die mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro veranschlagten Investitionen im Stadion (eine städtische Immobilie) eine andere Vorgehensweise. Die Stadt solle einen Plan vorlegen, „der jährlich einen festen Betrag für den kontinuierlichen und sukzessiven Abbau des ermittelten Sanierungsstaus in den Haushaltsjahren 2014 bis 2020 vorsieht“, so der Wortlaut eines Ratsantrages.

Grundsatzentscheidung für den Standort Hammer Straße

Darüber hinaus verbindet die SPD mit den Ausgaben eine „Grundsatzentscheidung für die Hammer Straße als Standort eines städtischen Stadions“.

Zum Hintergrund: Wegen vieler baurechtlicher Beschränkungen an der Hammer Straße wurde vor einigen Jahren an der Nie­ber­ding­straße eine Fläche für ein neues Stadion ausgewiesen. Hierzu schreibt die SPD: „Eine anteilige oder komplette Finanzierung eines planerisch gesicherten Neubaus an der Nieberdingstraße durch die Stadt Münster ist ausgeschlossen.“ Lediglich bei einer komplett privaten Finanzierung komme die Nieberdingstraße zum Zuge, so die SPD.

Weiter verlangt die SPD, dass die Bildung einer „Betriebsgesellschaft“ für Instandhaltung und Sanierung des Stadions geprüft werde. Natürlich müsse sich die Stadt finanziell daran beteiligen. Die kontroversen Debatten im Rat, ob im Zuge der Sportförderung nun der SC Preußen oder andere Vereine bezuschusst werden, wäre dann aber vom Tisch.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1596264?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F1753752%2F
Nachrichten-Ticker