Schülerticket zu Unrecht nicht anerkannt
Busfahrer kannte sich mit Ticket nicht aus

Münster -

Das Verkehrsunternehmen RVM hat sich bei einem Leser unserer Zeitung entschuldigt, der gleich zwei Mal von Busfahrten ausgeschlossen wurde, weil die Busfahrer – zu Unrecht – die Gültigkeit eines Schülertickets nicht akzeptierten.

Donnerstag, 11.04.2013, 10:04 Uhr

Schülerticket zu Unrecht nicht anerkannt : Busfahrer kannte sich mit Ticket nicht aus
Symbolfoto: Foto: dpa

Vielfalt ist eine Bereicherung, Vielfalt kann aber auch verwirren. Diese Erfahrung musste jetzt ein junger WN-Leser machen, der mit dem Bus unterwegs war. Gleich zwei Mal wurde er – zu Unrecht – von einer Busfahrt ausgeschlossen, weil sich der jeweilige Busfahrer nicht mit den genauen Modalitäten seines Bustickets auskannte.

Die Vorfälle ereigneten sich auf der Buslinie S 70 auf der Fahrt nach Horstmar – und das Ticket, um das es geht, ist das Schülerticket . Die Bestimmungen sehen vor, dass Münsteraner, die mit diesem Ticket unterwegs sind, dieses an Schultagen vormittags nur im Stadtgebiet nutzen dürfen, ab 14 Uhr damit aber auch ins Umland fahren dürfen.

Von Busfahrer stehen gelassen

Gleich zwei Mal nun erlebte der WN-Leser nach eigenem Bekunden, dass er den Schnellbus 70 für Fahrten nach Horstmar nicht nutzen durfte, weil die Busfahrer davon ausgegangen seien, der Fahrschein sei auch nachmittags nur in Münster gültig.

Über die Service-Stelle Mobile der Stadtwerke am Hauptbahnhof sei dann die Leitstelle des Verkehrsunternehmens RVM über den Vorgang informiert worden. Diese wiederum habe die Busfahrer informiert, sodass der Betroffene dann – mit reichlich Verspätung – einen RVM-Bus in Richtung Horstmar nutzen konnte.

Zunehmende Fülle an Tickets

Dr. Uwe Rennspieß, Pressesprecher des Verkehrsunternehmens RVM, bestätigte den Vorfall auf Nachfrage und entschuldigte sich dafür. Bei 200 eigenen Busfahrern und weiteren Mitarbeitern in den beauftragten Subunternehmen sei „im Einzelfall nicht auszuschließen, dass ein Busfahrer die genauen Bestimmungen nicht im Detail kennt“.

Hierzu trage auch die zunehmende Fülle an Tickets bei. Durch das Internet sei ein weiterer Vertriebsweg hinzu gekommen – mit neuen Fahrkarten. All das sei aber keine Entschuldigung: „Wir werden den Vorgang zum Anlass nehmen, um unsere Fahrer noch einmal zu schulen.“

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