Umzug in den Neubau des Landesmuseums
Rückkehr aus dem Exil

Münster -

Seit Wochenanfang sind rund 2500 Umzugskartons im Neubau des Landesmuseums angeliefert worden. Nach viereinhalb Jahren in einem Ausweichquartier am Friesenring haben die 80 Mitarbeiter ihre neuen Büros bezogen. Die Kunst wird nach und nach ab 22. April folgen.

Freitag, 12.04.2013, 07:04 Uhr

Die Gerüste sind gefallen. Nun wird der Neubau des Landesmuseums zwischen Rothenburg (unten) und Domplatz (oben) bezogen. Zunächst kehrt die Verwaltung in den Gebäudetrakt unten rechts zurück, ab Juni dann auch die Kunst.
Die Gerüste sind gefallen. Nun wird der Neubau des Landesmuseums zwischen Rothenburg (unten) und Domplatz (oben) bezogen. Zunächst kehrt die Verwaltung in den Gebäudetrakt unten rechts zurück, ab Juni dann auch die Kunst. Foto: Luftbildkontor Fischer

Die Zeit des Exils ist vorbei. Viereinhalb Jahre waren die Mitarbeiter der Verwaltung des Landesmuseums für Kunst und Kultur in einem ehemaligen Bankgebäude am Friesenring untergebracht. Nun sind sie an die Rothenburg zurückgekehrt. Seit Montag wurden mehr als 2500 Umzugskartons angeliefert. Museums-Leiter Dr. Hermann Arnhold hat seine bereits ausgepackt. „Alles lief wie am Schnürchen“, zog er am Donnerstag eine erste, positive Zwischenbilanz.

Während das Foyer noch verputzt wird und die insgesamt 300 000 Exponate erst ab 22. April an den alten Standort zurückkehren werden, ist der Verwaltungstrakt an der Rothenburg bereits fertiggestellt. 80 Mitarbeiter sind hier untergebracht – die Museumspädagogik ebenso wie die Werkstätten.

Den meisten von ihnen bietet sich aus dem 48 Millionen Euro teuren Neubau ein prächtiger Ausblick – unter ihnen ist auch Hermann Arnhold. Ein breites Fenster gibt den Blick auf die gesamte Aegidiistraße und den Aegidiimarkt frei. „Es ist einfach nur wunderbar, wieder in der Mitte der Stadt zurück zu sein“, schwärmt er. In den vergangenen Jahren sei er an manchen Tagen bis zu vier Mal zwischen Museum und provisorischem Verwaltungsstandort hin- und hergependelt. „Nun sind wir endlich wieder ganz nah an der Sammlung.“

Die wird freilich erst in wenigen Wochen allmählich zurückkehren. Derweil sind die ersten Ausstellungsräume bereits farbig gestrichen worden, an einigen Stellen befinden sich auch schon Probebeschriftungen für die Kunstwerke, die hier ab Herbst 2014 zu sehen sein werden.

Unter den ersten Kunstwerken, die an den Domplatz zurückkehren, sind Münzen, dann folgen Grafiken, bevor im Herbst der Depotturm im Museums-Altbau neben der Hauptpost abgebaut wird und die dort verstauten Gemälde an ihre künftigen Standorte gebracht werden.

Bereits ab 19. April kann im neuen Museumsbau die erste Ausstellung bewundert werden, genauer: in den Räumen des Westfälischen Kunstvereins im Erdgeschoss an der Rothenburg. „Ich habe alle Mitarbeiter des Museums gebeten, zur Eröffnung zu kommen“, sagt Arnhold. Damit sie sehen, wie schön auch das restliche Gebäude in rund eineinhalb Jahren sein wird.

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